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Do 28 Feb, 2008 18:13 Titel: Grosspapa, warum verkauft die Nationalbank so viel Gold? |
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Grosspapa, warum verkauft die Nationalbank so viel Gold?
Zu den aggressiven Goldverkäufen der Schweizerischen Nationalbank, zur Finanzkrise – und zur direkten Demokratie
Gespräch mit Enkelin Nicole
von Dr. rer. publ. Werner Wüthrich, Zürich
Nicole: Grosspapa, Charlies Vater hat gesagt, die Schweizerische Nationalbank will noch mehr Gold verkaufen.
Grossvater: Das ist richtig. Vor kurzem besass unsere Notenbank noch 2600 Tonnen Gold. Davon hat sie bereits die Hälfte verkauft. Nun hat sie begonnen, noch mehr Gold zu verkaufen. Bis im September sollen noch weitere 250 Tonnen Gold verkauft sein. Sie besitzt dann weniger als 40 Prozent des ursprünglichen Bestandes. Weitere Verkäufe sind durchaus möglich.
Weshalb hat die Nationalbank überhaupt so viel Gold?
Unsere Eltern und Grosseltern haben das veranlasst. 1951 – nach dem Zweiten Weltkrieg – hat eine Volksabstimmung stattgefunden. Es ging um folgendes: In der Bundesverfassung sollte die Bestimmung verankert werden, dass der Schweizer Franken künftig mit Gold und mit kurzfristigen Forderungen gedeckt sein solle. Das Volk und alle Kantone stimmten mit einer überwältigenden Mehrheit zu – mit über 70 Prozent Ja-Stimmen. Es ging damals nicht nur darum, den Wert, die Stabilität und die Unabhängigkeit des Schweizer Frankens zu sichern. Es ging auch darum, grössere Goldreserven anzulegen – quasi als Versicherung für Notzeiten. Damals tobte ein schrecklicher Krieg in Korea. Für Krisen- und Kriegszeiten – welcher Art auch immer – sollte eine grössere Notreserve geschaffen werden, auf die auch künftige Generationen zurückgreifen können. Man kann das heute alles in den Protokollen unseres Parlamentes nachlesen. Unsere Grosseltern haben es nicht nur mit dem Gold so gemacht, sondern auch mit Öl und anderen Rohstoffen. – So wollten es unsere Eltern und Grosseltern. Heute bist du so eine «künftige» Generation.
Weshalb ist Gold überhaupt so wichtig für das Land?
Es hat sich in der Kulturgeschichte der Menschheit vor etwa zweieinhalbtausend Jahren herausgebildet, dass das Gold in sich einen Wert hat – nicht nur als Schmuck, sondern auch als Geld. Dieser Wert ist unabhängig von Gesetz und Politik. Niemand hat das so erfunden oder gar befohlen. Es hat sich so herausgebildet und gilt noch heute. Die Banknoten und heute auch das elektronische Geld haben dagegen ihre Tücken – vor allem dann, wenn zuviel davon in Umlauf gelangt. Das ist ganz einfach. Orell Füssli und andere Druckereien liefern sie ganz billig. Vor allem kann man leere Staatskassen damit füllen, um teure Kriege zu finanzieren. So verliert das Geld allmählich seinen Wert, und kein Gesetz kann dies verhindern. Du hast gestern im Fernsehen den Spielfilm gesehen, der vor etwas mehr als 100 Jahren in den USA spielt. Die Familie mit den zwei Kindern hat ein Pferd für 5 Dollar gekauft. Letzte Woche warst Du in New York und hast selbst erlebt, was man heute noch für 5 Dollar kaufen kann. Dazwischen liegen 100 Jahre amerikanische Geschichte. Auch wir Europäer könnten einiges dazu erzählen.
Was für eine Rolle spielt das Gold heute für die Notenbanken?
Die Notenbanken besitzen neben dem Gold auch Dollars, Euro und andere Währungen. Sie besitzen auch viele Wertpapiere. Wie sicher vermeintlich sichere Wertpapiere sind, haben in diesen Wochen die UBS und viele andere Banken erlebt. Das einzige Zahlungsmittel, das über Jahrhunderte seinen Wert behalten hat, ist das Gold. Das Gold ist ein ganz besonderer Wert, auch wenn es seit etwas mehr als 70 Jahren kein Zahlungsmittel mehr ist. Es ist nach wie vor Geld, auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen. Die Banker können dies an ihren Bildschirmen genau beobachten. Sobald der Dollar wieder etwas schwächer wird, steigt innert Minuten der Goldpreis. Das heisst jedoch nicht, dass das Gold deshalb mehr Wert ist. Sondern es bedeutet, dass man für das wertstabile Gold mehr Dollars bezahlen muss, die wieder ein bisschen an Wert verloren haben. Deshalb hat das Gold in unserer unsicheren Welt auch für die Notenbanken nach wie vor eine besondere Bedeutung.
Das ist spannend, Grosspapa. Erzähl weiter. Was ist nach der Abstimmung von 1951 in der Schweiz geschehen?
In etwas mehr als zehn Jahren hat die Schweizerische Nationalbank die Goldreserven von etwa 800 Tonnen (Stand nach dem Zweiten Weltkrieg) massiv auf 2600 Tonnen aufgestockt. Du kannst das in den Monatsberichten der Nationalbank nachlesen. Das kam aber nicht einfach so. Unsere Eltern und Grosseltern haben viel dafür gearbeitet – auch am Samstag, und sie hatten viel weniger Ferien als heute.
Dieses Gold war in den folgenden Jahrzehnten für die Politik «heilig», das heisst alle Politiker und auch die Führung der Nationalbank haben den Willen und die Arbeit unserer Grosseltern respektiert und das Gold nicht angerührt. Das Gold basierte auf einer nationalen Übereinkunft und war auch für kommende Generationen eine Versicherung für den Notfall. Es hat auch zum guten Ruf des Schweizer Frankens in der ganzen Welt beigetragen. Er war so gut wie Gold.
Waren das dieselben Grosseltern, von denen im Fernsehen immer wieder gesagt wird, sie hätten im Zweiten Weltkrieg schlimme Fehler gemacht – wegen der Flüchtlinge und so?
Ja.
Komisch – es ist doch toll, dass unseren Grosseltern das Wohl von uns Enkeln so am Herzen lag. Ich finde es nicht richtig, abschätzig Geschichten über sie zu erzählen.
Ich denke auch. Wer für seine Nachkommen auf eine so vorbildliche Art sorgt, achtet auch seine Mitmenschen.
Grosspapa, warum will die Nationalbank dieses Gold heute unbedingt loswerden? Ist denn die heutige Zeit sicherer als die damalige? Brauchen wir heute keine Versicherung mehr?
Es gibt heute Kriege und Krisen – genauso wie damals. Vielleicht ist die Weltlage sogar noch gefährlicher, weil noch nie so viel Geld für Waffen ausgegeben wurde wie heute und die sichere Versorgung mit Öl und anderen Rohstoffen bald einmal in Frage gestellt sein könnte. Streit und Krieg um Öl könnten durchaus eskalieren.
Weshalb will denn die Nationalbank die Goldreserven verscherbeln, für die unsere Grosseltern so hart gearbeitet haben? Und was ist mit den riesigen Schulden, die heutige Politiker angehäuft haben?
Sie erwarten wohl, dass wir sie zurückzahlen. Und die Vorsorge, auf die wir in Notzeiten einmal zurückgreifen können sollten, verkaufen sie.
Da sind mir doch unsere Grosseltern viel sympathischer. Es ist keine Kunst, Schulden zu machen und im grossen Stil das Gold zu verkaufen, für das andere gearbeitet haben. – Da stimmt doch etwas nicht.
Hmh …
Was erhält die Nationalbank für das Gold, das sie verkauft?
Die 250 Tonnen Gold, die heute zum Verkauf anstehen, sollen gegen US-Dollars verkauft werden.
Was? Gegen US-Dollars? Grosspapa, höre ich richtig? – Charlies Vater hat gesagt, dass die USA Tag für Tag viele Dollarnoten drucken oder Dollars elektronisch herstellen, um ihre Kriege im Irak und in Afghanistan zu finanzieren. Sie hätten dies schon in Vietnam so gemacht. Deshalb sei der Dollar heute nur noch einen Bruchteil von damals wert. Charlies Vater sagt, dass die Schulden der Amerikaner heute so riesig seien, dass sie gar nicht mehr zurückbezahlt werden könnten. Zudem könnten die Amerikaner sowieso nicht sparen. – Wenn das so ist, dann können doch Dollars nicht so sicher sein wie Gold.
Hmh – ich denke, du hast recht. Dazu kommt, dass die Notenbanken heute riesige Mengen neues Geld in das Finanzsystem pumpen, um zahlreichen unvorsichtigen Banken, die sich verspekuliert haben, aus der Patsche zu helfen. Auf jeden Fall wissen die Amerikaner sicher am besten, warum sie von ihren eigenen Goldreserven kein einziges Kilogramm verkaufen. Es gibt auch Länder, die begonnen haben, ihre Dollars in Gold umzutauschen – die Russen und Chinesen zum Beispiel. Oder sie kaufen sich damit in westliche Firmen ein – in der Schweiz zum Beispiel in die UBS, wie man hört. Singapur macht es ebenso. Dieses kleine Land wird bald 10 Prozent der UBS besitzen.
Charlies Vater hat gesagt, die Goldreserven in der Schweiz seien Volksvermögen und könnten nur mit einer neuen Volksabstimmung verkauft werden. 1951 hat das Volk in einer Abstimmung beschlossen, vorausschauend grosse Goldreserven anzulegen. Also hätte heute auch der Verkauf dieser Reserven wieder auf die gleiche Weise entschieden werden müssen. So ist das in der direkten Demokratie. Das gilt um so mehr, als unsere Grosseltern diesen Beschluss in einem Verfassungsartikel verankert haben.
Das ist richtig. Politische Führungsgremien in der Schweiz sind lediglich Verwalter und dürfen das ihnen anvertraute Volksvermögen nicht einfach verkaufen
Ja, das Volk ist Eigentümer und muss gefragt werden. Wir sind doch keine Bananenrepublik! – Hat eine Volksabstimmung über den Verkauf des Goldes stattgefunden?
Nein – eine solche hat nicht stattgefunden. Vor wenigen Jahren haben der Bundesrat und auch die Führung der Nationalbank behauptet, die Hälfte des Goldes sei überflüssig und könnte verkauft werden. Das ist inzwischen auch geschehen, und zwar ohne die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu fragen. Der Erlös ist bereits verteilt. Ein grosser Teil des Geldes ging an die Kantone, die oft auch die Gemeinden teilhaben liessen. Die Gemeinde Buchberg am Rhein, die wir am Sonntag besucht haben, hat zum Beispiel 200 000 Franken bekommen. Sie will damit den Platz vor dem Gemeindehaus neu gestalten. Einige haben auch Schulden zurückbezahlt. Der reiche Kanton Zürich hat die vielen Millionen mit den normalen Staatsausgaben einfach verbraucht. Heute verkauft die Nationalbank weitere 250 Tonnen Gold. Der Wert des Goldes sei gestiegen, also bräuchten wir weniger Gold, sagen die Verantwortlichen. Eine merkwürdige Logik: Bevor das Gold in einer Krise gebraucht wird, wird es verkauft.
Wie konnte und wie kann das nur geschehen?
Das alles war nur möglich, weil unsere Politiker in der neuen Bundesverfassung den Artikel herausgenommen haben, dem unsere Grosseltern 1951 mit überwältigendem Mehr zugestimmt haben und der vorschrieb, dass unsere Landeswährung zu einem grossen Teil mit Gold gedeckt sein müsse. Dieser Artikel war auch in der heutigen Währungsordnung mit flexiblen Wechselkursen keineswegs veraltet, weil er die Art und Methode der Golddeckung offenliess. – Mit seiner Beseitigung jedoch war der Weg frei für die Goldverkäufe, wie wir sie heute erleben, und deren Sinn eigentlich niemand so richtig versteht. So munkelt man hinter vorgehaltener Hand, die Amerikaner würden Druck machen. Eine nationale, stabile und zu einem grossen Teil mit Gold gedeckte Währung würde heute stören. Schliesslich leben wir in einer globalen Welt, in der Tag für Tag – aus dem Nichts – riesige Mengen neues Geld in Umlauf gebracht werden, um Börsen zu beruhigen, Banken zu helfen, die Konjunktur anzukurbeln, Kriege zu finanzieren und manches mehr. – Die Frage bleibt: Musste deshalb die Übereinkunft gebrochen werden, die unsere Grosseltern eingegangen sind und für die sie hart gearbeitet haben?
Weshalb haben die Stimmbürger die neue Bundesverfassung nicht einfach abgelehnt?
Weil sie nicht richtig informiert wurden. Der Bundesrat hat vor der Abstimmung im Radio und am Fernsehen gesagt, die neue Bundesverfassung enthalte nichts Neues und sei lediglich sprachlich und vom Aufbau her überarbeitet und modernisiert worden. Heute wissen wir, dass das nicht stimmt. Das ist ein Beispiel von irreführender Behördenpropaganda.
Grosspapa, das ist ja ein richtiger Skandal! Und so war das nicht gewollt. Die verkaufen das Gold, das eigentlich für uns Junge bestimmt war, und das uns in einer Notlage einmal helfen sollte. Das ist ungetreue Geschäftsführung, wofür man eigentlich ins Gefängnis kommt. Für unsere Kinder existiert das Gold wohl nur noch in den Geschichtsbüchern. Ich möchte nicht wissen, wie sie einmal über uns reden werden. Ist doch wahr.
Nicole – jetzt aber Schluss.
Kommentar
Es stimmt nicht ganz, dass in der Sache «Gold» die direkte Demokratie ganz ausgehebelt wurde. Es hat zahlreiche Goldabstimmungen gegeben. Bereits 1949 konnte das Volk über einen Währungsartikel abstimmen, der dem Bund freie Hand gegeben hätte, über die Zusammensetzung der Währungsreserven zu bestimmen («Der Bund bestimmt Art und Umfang der Deckung»). Der US-Dollar (damals bewertet zu Fr. 4.37) galt als absolut sicher und bot sich als Devisenreserve an. Bundesrat, Parlament und die Nationalbank waren dafür. Die Stimmbürger dagegen sagten nein – mit über 60 Prozent der Stimmen. Das war ein deutlicher Fingerzeig – zum Glück. 1951 wurde ein Artikel angenommen, der den Satz enthielt: «Die ausgegebenen Banknoten müssen durch Gold und kurzfristige Guthaben gedeckt sein.» Dieser Artikel wurde im Jahr 2000 – 49 Jahre später – in der neuen Bundesverfassung ersetzt durch einen Artikel, der den Weg für die Goldverkäufe freimachte.
In neuerer Zeit kam es zu weiteren Volksabstimmungen. Im Jahr 2002 wurde darüber abgestimmt, wie der Erlös aus den Goldverkäufen zu verwenden sei. Es lagen zwei Vorschläge auf dem Tisch: Geld für den Bund, die Kantone und die sogenannte Solidaritätsstiftung oder alles Geld für die AHV. Das Volk sagte zweimal nein. Danach hat der Bundesrat den Erlös an den Bund und die Kantone verteilt, ohne eine weitere Volksabstimmung durchzuführen. In meinen Augen kam im Stimmverhalten der Bürgerinnen und Bürger die Enttäuschung und der Protest gegen eine politische Elite zum Ausdruck, die sie in der zentralen Frage «Goldverkauf ja oder nein» übergangen hat. Das «überschüssige» Gold war nicht einfach ein Haufen Edelmetall, von dem niemand weiss, wo er sich befindet, und den man irgendwann als überflüssig «entsorgen» kann. Das Gold war ein gemeinsames Projekt, an dem eine ganze Generation mitüberlegt, mitdiskutiert, mitentschieden und vor allem mitgearbeitet hat.
Heute sind Fragen offen. Manches im Verhalten der Verantwortlichen ist nur schwer verständlich. Warum fährt die Nationalbank nach der umstrittenen Halbierung der Goldreserven mit den Verkäufen einfach weiter, als ob nichts geschehen wäre? Obwohl sowohl der Bundesrat wie auch die Nationalbank erklärt hatten, es werde kein weiteres Gold verkauft. – Es gibt Indizien, dass eine Grossmacht Druck ausgeübt hat und immer noch ausübt. Oder erfolgen die Goldverkäufe im Hinblick auf eine weitere Annäherung an die EU oder gar im Hinblick auf einen Beitritt? Die Mitglieder der EU haben die Verantwortung über ihre Goldreserven dem Direktorium der Europäischen Zentralbank übergeben (Amsterdamer Vertrag, Kapitel 2 Art. 105 Abs. 2).
Es drängen sich Parallelen zum Zweiten Weltkrieg auf. Auch damals hat eine Grossmacht Druck auf die kleine Schweiz ausgeübt. Nationalrat Stamm hat am 5. Oktober 2007 ein Postulat mit folgendem Inhalt eingereicht: «Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament einen Bericht über die Hintergründe des Goldverkaufs der Nationalbank vorzulegen. Wer hat wann aus welchen Gründen die verschiedenen Goldverkäufe vorgeschlagen? Im speziellen ist die Frage zu beantworten, ob es Abmachungen mit ausländischen Nationalbanken zum koordinierten Verkauf von Gold gibt.»
Man kann nur hoffen, dass nicht wieder 50 Jahre vergehen müssen, bis die Bevölkerung Antwort auf diese Fragen erhält. Direkte Demokratie, offene und ehrliche Information sind das beste Mittel gegen Druckversuche aller Art. Diese Weisheit gilt sicher auch für das Verhältnis zur EU.
Quelle:
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Mo 17 März, 2008 17:17 Titel: Arche Gold |
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Arche Gold
Mein erster Gedanke ist, dass man mehr Geld vom Dollar weg bewegen sollte. Er fällt immer weiter gegenüber dem Euro und gegenüber Gold. Wenn ich noch einmal darüber nachdenke, dann denke ich, dass ich nie noch einmal über etwas nachdenke. Ich kehre also zum ersten Gedanken zurück.
Das Problem hierbei ist allzu offensichtlich. Die Regierungen überall auf der Welt überfluten die Erdkugel mit Papiergeld. Gold ist dabei so etwas wie eine Arche Noah. Es kann das Kapital aufbewahren, bis die zusätzliche Liquidität wieder vertrocknet ist. Kein Wunder also, dass alle mit an Bord wollen.
Ich weise immer wieder darauf hin, dass die Geldmenge in den Vereinigten Staaten dreimal so schnell steigt wie das Bruttoinlandsprodukt. In Ländern wir Russland... wächst sie fünf- bis sechsmal so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt. Die Inflation in China liegt auf dem höchsten Wert seit 11 Jahren... und mehr als 7% ist langsam alarmierend. Rechnen Sie nicht damit, dass die chinesischen Exporte auch weiterhin die Preise in den Vereinigten unten halten... heute bedeuten sie einfach nur weiteren Inflationsdruck
Gleichzeitig stecken die Massen tief in den Schulden. Sie leben in ihrem wichtigsten Anlagewert, und die Hauspreise sind so ungefähr das einzige, was im Preis fällt. Ihre einzige andere große Ressource ist die eigene Arbeitskraft - welche im weltweiten Vergleich überteuert ist. Eine steigende Inflation wird sie wieder auf ein wettbewerbsfähigeres Niveau bringen.
Die Regierung steckt auch tief in den Schulden. Sie stellt Noten aus, für die sie nicht bezahlen kann… verkauft Anleihen, die sie nicht (mit gleicher Kaufkraft) zurückzahlen kann und macht Versprechen, die sie nicht halten kann. Inflation würde auch hier die Last senken. Mehr noch, die Wächter über das amerikanische Papiergeld sind - wie ich oben erklärte - sind verzweifelt darum bemüht, die Preisstabilität zu verhindern.
Sie wollen, dass der Dollar an Wert verliert, sie sehen darin die einzige Möglichkeit, Mr. Market davon abzuhalten, das zu tun, was natürlich ist.
Und ich will dem noch einen weiteren dämpfenden Umstand hinzufügen, nur um die Hinweise zu verdichten, die darauf hindeuten, dass das Imperium, das auf dem Dollar aufbaut, seine besten Zeiten hinter sich hat. Seit dem Ersten Weltkrieg war Amerika die Hegemonialmacht der Welt. Seit dem Zweiten Weltkrieg war der Dollar die Hegemonialwährung der Welt. Und seit 1971 war das hegemoniale Geld ganz auf sich gestellt... durch nichts gestützt, abgesehen von Zellstoff.
Aber nichts währt ewig. China, Indien und Russland sind beim weltweiten Markt mit eingestiegen. Sie bringen die Sache sehr schnell ins Rollen... sie wachsen schnell... und sie bedeuten, dass sich die amerikanischen Unternehmen einen größeren Wettbewerb um Niedriglöhne stellen müssen, als je zuvor.
Wohlstand und Macht werden mit den Handelswinden über den Pazifik geweht... von Nordamerika nach Eurasien.
All das signalisiert für Amerika, zumindest zum Teil, sowohl einen günstigeren Dollar als auch einen geringeren Lebensstandard - relativ gesprochen. Gemessen an Gold gehe ich davon aus, dass der Dollar weniger wert sein wird. Und dann denke ich wiederum, dass wir, wenn alle Währungen heute im Wettbewerb mit dem Dollar stehen, davon ausgehen können, dass Gold gegenüber allen Währungen steigen wird.
Und da die amerikanischen Behörden vermutlich schwer darum kämpfen werden, diesen unerfreulichen Wandel zu verhindern, sieht es auch so aus, als würde der Goldpreis sich zumindest bis zu dem Gipfelwert erholen, den er im Jahr 1980 erreicht hatte. Damals erreicht Gold kurz die Marke von 850 Dollar. Aber damals war der Dollar auch deutlich mehr wert als heute. Angepasst an den aktuellen Dollarkurs, gehe ich davon aus, dass der Goldpreis die Marke von 2.500 Dollar erreichen wird, ehe dieser Bullenmarkt für das gelbe Metall vorbei sein wird... und damit stehe ich nicht allein da.
Mein geschätzter Kollege Byron King versichert, dass der Goldpreis immer noch einen weiten Weg vor sich hat - und versichert denen, die heute noch in das gelbe Metall investieren müssten, dass sie dazu noch Zeit haben - selbst bei diesen Preisen.
Das einzige was mich an dieser Prognose nervt, ist, dass sie so offensichtlich ist.
© Bill Bonner
Quelle: Auszug aus dem Newsletters "Kapitalschutz Akte" http://www.investor-verlag.de/newsletter/dos/ |
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Di 18 März, 2008 20:15 Titel: Gold: EZB-Bestände fallen weiter |
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Sa 22 März, 2008 15:48 Titel: Wider den Hunger nach Gold |
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Wider den Hunger nach Gold
Der Goldpreis steigt. Da ist es nicht sinnvoll, dass die Nationalbank weitere Tonnen verkauft.
Der Schweizerfranken ist durch Gold gedeckt – diese positive Meldung verdankt das Land dem rekordhohen Goldpreis. Doch auch der relativ hohe Goldbestand der Nationalbank hat damit zu tun. Soll die Notenbank jetzt noch mehr Gold verkaufen, oder sollte der Schweizerfranken sich die weltweit einmalige Golddeckung des Notenumlaufs bewahren?
Normalerweise geben sich Ökonomen und Notenbanker sehr blasiert, wenn es ums Gold geht. Die Notenbanken schöpfen Geld aus freiem Ermessen, wie gerade jetzt während der Finanzkrise zu Dutzenden von Milliarden Euro und Dollar. Gold spielt dabei keine Rolle als Deckung. Die Deckung liegt in der realen Volkswirtschaft, in den Bauten und Fabriken, die mit dem Geldumlauf geschaffen werden.
Auch in der Schweiz hat man die Notenbank von der Pflicht der Golddeckung befreit; sie hat enorm viel Gold verkauft. Bis Ende September 2009 sollen insgesamt weitere 250 Tonnen von den 1270 Tonnen des Bestandes verkauft werden, um die Struktur der Währungsreserven anzupassen. Der Ökonom John Maynard Keynes prägte das abschätzige Wort vom Gold als «barbarischem Relikt», das ausgespielt habe. Sein Name ist allerdings verbunden mit der schleichenden, aber insgesamt gewaltigen Nachkriegsinflation. Die Politiker druckten Geld freizügig und liessen sich nicht mehr vom Gold bremsen.
Gegenwärtig steigt der Goldpreis. Man reisst sich das unverwüstliche, leicht teilbare und knappe Metall aus den Händen. Könnte nicht Gold den Währungen letztlich Disziplin, dauernden Wert und Ansehen bringen? Die Befürworter solcher Golddeckungsideen haben es schwer, seit die Inflation kein Thema mehr ist. Aber Gründe dafür gibt es dennoch. Das Argument der menschlichen und gesellschaftlichen Instabilität gilt immer noch – alle paar Jahrzehnte fiel bisher das Weltfinanzsystem in ein Loch, durch Krisen, Kriege, Manipulationen. Dies kann sich wiederholen, auch kann zusätzlich eine Grossbank schlingern, ein Atomkraftwerk weite Landstriche verwüsten.
Eine Währung mit Golddeckung hätte höhere Chancen, das Vertrauen zu bewahren oder einen Neustart hinzulegen. Zweitens stiesse die Geldausgabe auf Grenzen. Unter dem klassischen Goldstandard vor 1914 konnte man am Schalter der Nationalbank die Noten gegen Gold umtauschen. Vor 100 Jahren, bei ihrer Gründung, hatte sie den Notenumlauf zu 70% mit Gold unterlegt, diesen September waren es sogar fast 90%. Wenn im Goldstandard ein Land die Notenausgabe übertrieb, fiel sein Währungskurs, und Gold wurde von den Privaten am Schalter und vom Ausland über die Grenzen abgezogen. Die Gold- und Geldknappheit liess dann die Preise fallen, von 1874 bis 1896 beispielsweise im Grosshandel um 46%. Dieser Zwang zur Solidität wird heute mit der Ausgabe von Papiergeld überspielt, Preise und Löhne müssen nicht mehr sinken. Im Gegenteil, die leichte japanische Preis-Deflation wird als Gefahr angesehen. Dementsprechend versorgt die japanische Notenbank seit Jahren die Welt mit Billiggeld, und der Staat pumpt seinerseits Kaufkraft über hohe Defizite ins Land. Diese Geldschwemme, wie übrigens auch der zu flüssige Schweizerfranken, haben über «carry-trades» weltweit die Liquidität aufgeblasen. Denn findige Spekulanten verschuldeten sich in Yen und Franken und kauften damit Euro- oder Dollaranlagen.
Es ist andererseits natürlich etwas irrational, den Wirtschaftslauf und das Preisniveau nur einem vorhandenen Goldklumpen anzupassen. Im Falle der Schweiz ergibt er heute einen Würfel von knapp 4 Meter Kantenlänge, hätte also im Schlafzimmer der meisten Bürger Platz. Die Geldausgabe muss aber gewisse Spielräume haben, das Kleben am Goldklumpen wäre irrational, sagen Ökonomen.
Irrationale Gründe zugunsten der Golddeckung gibt es aber auch – man höre nur die mittelgrossen und sogar grossen Anleger, die ihr Geld dem Schweizer Finanzplatz anvertrauen. Das Gold hinter dem Franken flösst Vertrauen ein. Daher müsste man zwar nicht zur Pflicht der vollen Golddeckung zurückkehren. Aber die Nationalbank sollte sofort mit dem Verschleudern des Goldes, wozu sie nämlich kein Gesetz zwingt, aufhören. Nur weil der Anteil des Goldes an den gesamten Reserven wegen des Preises angestiegen ist, will sie den Bestand weiter reduzieren.
Doch der bisherige hastige Goldverkauf unter der Fuchtel der Politiker, die ihre Kassen sanieren wollten, war ökonomisch unsinnig. Die erzielten Preise für das gelbe Metall waren aus heutiger Sicht lächerlich, Milliarden an Reserven wurden vergeben, und die Gold-Milliarden in den Kantonskassen enden jetzt in leichten Steuersenkungen. Das Gold wird – unmerklich für den einzelnen Haushalt – zerstäubt und ist verflogen.
Damit gibt es ein viertes Argument für den Schweizer Goldschatz, nämlich die Werterhaltung dieses Reserveteils in der Noten-Unterlegung der Nationalbank. Experten sagen einen weiteren Goldpreisanstieg voraus: Denn die reicher werdenden Mittelschichten Asiens greifen vermehrt nach Gold als Schmuck, aber auch als private Reserve.
Die Grosshandelspreise stiegen seit 1907 von 100 auf heute 460 Punkte, das Gold aber hat sich in Franken seither verneunfacht. Die zu leichtfertige Veräusserung des gelben Metalls liefert ein fünftes Argument: Die Kantonspolitiker verlangen heute, die Gewinnablieferung der Nationalbank um fünf Jahre bis 2017 zu verlängern. Diese Gier ist verdächtig. Das Gold bliebe viel sicherer im Keller der Notenbank oder im Schlafzimmer der meisten Bürger. Denn die schätzen Sparsamkeit und Sicherheit.
Eine Währung mit Golddeckung hätte Chancen, das Vertrauen zu bewahren oder einen Neustart hinzulegen. Normalerweise geben sich die Ökonomen und Notenbanker sehr blasiert, wenn es um das Gold geht.
Quelle: http://nzzonline.ch/magazin/dossiers/wider_den_hunger_nach_gold_1.572197.html
Den Beweis, dass der Schweizer Franken durch Gold gedeckt ist, findet man hier!
SNB-Forderungen um 1,1 Milliarden sfr gestiegen
Reuters: [2008-02-18 11:19:00]
Zürich, 18. Feb - Die Forderungen aus Hauptfinanzierungs- und Feinsteuerungsgeschäften in den Büchern der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind in der Woche zum 15. Februar 2008 gegenüber der Vorwoche um 1,101 Milliarden auf 23,003 Milliarden sfr gestiegen. Die Girokonten inländischer Banken erhöhten sich um 1,548 Milliarden auf 6,038 Milliarden sfr, hiess es in den von der SNB am Montag veröffentlichten geldpolitischen Daten. Der Notenumlauf sank um 770 Millionen auf 39,316 Milliarden sfr.
Bei den Repo-Auktionen wurden in einwöchigen Transaktionen Beträge zwischen drei Milliarden und 5,501 Milliarden sfr zu 2,38 bis 2,4 Prozent zugeteilt.
Der Dreimonats-Libor lag in der Berichtsperiode zwischen 2,72667 und 2,765 Prozent.
Quelle: http://tinyurl.com/3b4lqe
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Verfasst am:
Di 22 Apr, 2008 11:35 Titel: Einen Grammy des Goldes wegen einschmelzen |
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Einen Grammy des Goldes wegen einschmelzen
"Ich hoffe, sie haben ihren Hut fest in der Hand, weil er gleich von ihrem verdammten Kopf fliegen wird, wenn ich ihnen erzähle, dass der S&P 500 gerade jetzt auf ein KGV von 21 zustrebt und der DOW so verdammt übermäßig bewertet ist, dass er sich bei einem KGV von 53 verkauft! Das ist wahrlich und wahrhaftig krank!"
Jetzt, da das erste Quartal vorüber ist, fassen die Investoren in ihre Briefkästen, um die vierteljährlichen Kontoauszüge herauszuziehen. Nun, ich weiß jetzt gar nicht, was der Rest der amerikanischen Investorenschaft denkt, wenn sie sehen, dass ihre Kontostände so niedrig sind - aber ich habe eine Menge schlimmer Worte gesagt, und ich hörte nicht auf, sie zu sagen, während ich mich auf den Grund meiner Bourbon-Flasche trank und als ich fertig war, sagte ich immer noch böse Worte - nur eine ganze Ecke schmutziger und unzusammenhängender.
Und auch wenn ich eines Tages wieder nüchtern werden sollte, wird es für die Investoren ganz sicher nur noch schlimmer laufen, weil der Aktienmarkt schon jetzt stark überbewertet ist, was ganz offensichtlich wird, schaut man sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) an, worauf uns Carl Swenlin auf DecisionPoint.com aufmerksam macht, der da einen Chart hat, der sich "S&P 500 Index KGV-Spanne Relativ bis Normal" nennt.
Der Chart zeigte das Niveau, bei dem der Index mit einem KGV von 10 stünde (historisch betrachtet für gewöhnlich in der Nähe eines Aktienmarkttiefs); eingezeichnet war auch eine andere Linie für ein KGV von 15 (das entspricht in etwa einer fairen Bewertung) und noch eine Linie mit einem KGV von 20 (findet man normalerweise in der Nähe von Hochs).
Ich hoffe, sie haben ihren Hut fest in der Hand, weil er gleich von ihrem verdammten Kopf fliegen wird, wenn ich ihnen erzähle, dass der S&P 500 gerade jetzt auf ein KGV von 21 zustrebt und der DOW so verdammt übermäßig bewertet ist, das er sich bei einem KGV von 53 verkauft! Das ist wahrlich und wahrhaftig krank! (WWK)!
Würde der S&P 500 (derzeit bei 1360), historisch betrachtet, wieder auf ein faires Bewertungsniveau, mit einem KGV von 15, sinken, so müsste der S&P 500-Index laut Chart auf 993 (!) Punkte sinken!
In der Talsohle des Marktes angekommen, bei einem KGV von 10, würde der Index auf 662 zurückgegangen sein - zurück zu den Ständen, die er vor 10 Jahre zuvor, 1997, nominal erreicht hatte - und fangen sie mir jetzt bloß nicht mit dem abgrundtiefen Kaufkraftverlust jedes einzelnen dieser ehemaligen Dollars an, weil ich doch meinen Mund nicht mehr zukriege, wenn ich einmal anfange, mich darüber zu ereifern.
Eigentlich ist dieses Rückverfolgen der Aktienindizes bis ins Jahr 1997 doch ganz schön ironisch, da zufälligerweise die US-Notenbank genau in diesem Jahr mit der beispiellos irrsinnigen Ausweitung ihres Gesamtkreditangebots begann und "Geld aus dem Nichts" erschaffte, um ihren eigenen Regierungsschulden-Container noch zu vergrößern, wodurch die Schulden von 450 Milliarden Dollar auf 875 Milliarden Dollar anstiegen. Das Doppelte!
Und dank der Zauberei des partiellen Reservesystems wurden diese 875 Milliarden Dollar vervielfacht, wodurch ein Geldangebot M3 mit fast 10 Billionen Dollars entstand. Und so entstanden zahlreiche Billionen und Billionen und aber Billionen zusätzliche Dollars für den Immobilienmarkt und für einen Riesen-Aktienmarkt und ein garagantuesken Bond-Markt. Und Derivate auch, üble Unmengen davon! Und all das stammt aus Schulden, die heute immer noch existieren! Wir sind verdammt noch mal verloren!
Es ist wirklich, wirklich verblüffend (WWV); und da mich Dinge, die "verblüffend" sind besonders anziehen, war ich schon gewarnt, als Richard Gorton vom The Resourceful Bear Blog schrieb, dass es einen sichtlichen Einbruch bei den Aktienverkäufen gäbe: "Wirklich verblüffend ist, dass das Volumen im Russell 2000 bis fast zum Nichts dahingeschwunden ist. Wenn ich mir den Russell-Chart anschaue, dort 10 Tage lang steigende Preise sehe, bei gleichzeitig fallendem Volumen, dann gehe ich davon aus, dass wir hier einen kritischen Bruch haben - einen fraktalen Einbruch, dass hier ein Abwärtsgefälle auf die Aktienmärkte zukommt: Machen sie sich bereit für eine Art "finanziellen Schockangriff".
Komisch und erschreckend zugleich, dass dies zu einer vor kurzen erschienenen Schlagzeile der Financial Times passt, die da lautet: "Aktienfonds von Kapitalwanderung betroffen". Angesichts der Tatsache, dass es mehr Verkäufer gibt als Käufer, bedeutet das fallende Aktienpreise.
Für Bonds wird es noch schlimmer kommen. Wenn nämlich die Zinssätze steigen, dann werden die Leute abgefertigt, die dumm genug waren, in Bonds zu investieren, weil die Bonds mit jedem klitzekleinen Anstieg der Zinssätze gleichzeitig auch an Marktwert verlieren, ein Effekt, der sich durch die Angst der Leute noch vervielfacht, wenn sie auf ihre Kontostände schauen und sagen: "Die Inflation bringt mich um! Holt mich aus diesem Bond-Scheiß raus!". Und es wird mehr Verkäufer als Käufer geben - was den Preis wiederum ein wenig mehr drücken wird. Dieser Effekt wird wiederum durch die US-Notenbank verstärkt und vervielfacht, die es ablehnt, die Zinssätze anzuheben, um die wütende Preisinflation zu mildern - die Menschen rotten sich auf den Straßen zusammen, wegen der Nahrungsmittelpreise, der Getränkepreise, der Energiepreise und wegen verdammt nochmal allem, Chaos überall, wenn der geballte Zorn des Greenspan-Wahnsinns, der die US-Notenbank so viel Geld und Kredit schaffen ließ, brüllend aus den Tiefen der Inflationshölle steigt.
In der "Dance Mix Version" des eben Beschriebenen habe ich diese krassen polyrhythmischen Latino-Trommel-Spuren hinzugefügt, um ihr die Dance-Beat-Qualität zu verpassen - zusammen mit der Stimme des Mogambo, die im Hintergrund lachend und frohlockend fragt: "Haste auch Gold?" und dann wieder lacht und lacht und nicht aufhört zu lachen.
Nachdem ich so inspiriert wurde, habe ich wieder mit dem Song-Writing angefangen - auf meiner Art - und damit meine ich "unverfrorene Copyright-Verletzung", da mir ja jegliches Talent fürs Song-Writing fehlt, was ja auch so frustrierend für meine hochfliegenden Musikambitionen ist ("Er machte mehr inflationsbereinigtes Geld als Elvis und die Beatles zusammen! Und das in einer Woche!") - was jedoch, so nehme ich an, als Rechtfertigung für den Klau einiger weniger, lausiger Melodien dienen kann - ganz dem Motto der "Man-ist-mir-etwas-schuldig"-Mentalität in Amerika.
Dieses Mal reiß ich mir den Klassiker "Diamonds Are a Girl"s Best Friend" unter den Nagel, um daraus das groovig-eingängige Lied "Gold und Knarren sind die besten Freunde eines paranoiden Goldbugs" zu machen - mit dem neuen und hoffentlich unsterblichen Text:
"Es mag Macho-Schmuck sein, hält Mann eine Knarre in der Hand,
Aber was ist mit des Mannes besten Freund?
Gold braucht Mann! Kauft du nichts, giltst du als krank.
"Weil, Gold nicht nur dein bester Freund ist, sondern weil es auch die EINZIG SICHERE SACHE IST, die deinen armseeligen, dummen, gutgläubigen, ekelhaften und abscheulichen Arsch vor dem inflationären Parasitenmonstern schützen wird, die bald auf dich losgelassen werden - so oder so - durch die verzweifelte US-Notenbank und die verzweifelte Regierung, und deine Körpersäfte werden dir über das Geld aus dem Körper gesaugt, bis du nur noch eine entwässerte, leblose und bankrotte Getreidespelze bist. Du wirst einen hässlichen, schmerzvollen Tod sterben und das Gelächter des Mogambo wird in deinen Ohren klingen - "Hahaha" wird es machen! Ich habe dir doch gesagt, du sollst Gold, Silber und Öl kaufen - und hast du es gemacht? Nein! Und jetzt bist du pleite, weil du blöd bist - die wertvollen amerikanischen Dollars sind jetzt so entwertet, dass du dir nicht mal ne Bude leisten kannst (im lateinamerikanischen Original: "el squato") und du am eigenen Körper erleben wirst, auf welchem Wege die darwinsche Evolutionstheorie funktioniert und die Dummen und schlecht Angepassten (Ja, in diesem Fall handelt es sich um dich, du Hornochse!) ausgelöscht werden."
Es war wirklich zeitraubend und verdammt schwierig, die letzten Sätze in mein Lied einzupassen, aber sie sehen sicher auch ein, dass dieses Lied ohne diese Zeilen keinerlei Sinn macht. Ja, also jetzt musst du diese Stelle auch ganz, ganz schnell singen.
Egal - wenn sie jetzt mal kurz meinen Ohrwurm aus ihrem Kopf kriegen könnten (...ha, und ob ich ein, zwei Grammys dafür verdiene!) - also... Glauben sie denn wirklich, dass sie ihre Rente sichern können (ob sie nun jetzt damit anfangen oder es weithin tun wollen), indem sie in Aktien und Bonds investieren, bei diesem Gegenwind? Hahaha! Ist das witzig! Ich will noch einen hören!
© Richard Daughty, the angriest guy in economics
The Mogambo Guru
Quelle: http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=7038 |
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Verfasst am:
Sa 05 Jul, 2008 21:43 Titel: Gold - Der nächste große Kaufrausch |
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Quelle: www.goldseiten.de
Der nächste große Kaufrausch
Während die Wirtschaftsindikatoren nach unten zeigen und die Politik sich im Wahljahr weiter hochschaukelt, werden die Rufe der Politiker nach mehr Regierungsintervention und verstärkten Wirtschaftsanstößen immer lauter. Letzte Woche, mit Beginn des Präsidentschaftswahlkampfes und mit mehr Hinwendung auf wirtschaftliche Fragen seitens der Bush-Administration, kam es mir so vor, als läge etwas Großes in der Luft. Und mit groß meine ich die massiven neuen Bundesausgaben, die wir seit der "Great Society" in den 1960er Jahren nicht mehr gesehen haben.
Insbesondere die Rede des Vorsitzenden der US-Notenbank, Ben Bernanke, am 4. Juli vor taufrischen Harvard-Absolventen lieferte viel Stoff zum Nachdenken. Er verbrachte viel Zeit damit, sowohl die auf die Wirtschaft drückenden Belastungen durch hohe Energiekosten und die Abhängigkeit von ausländischem Öl UND auch die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen, die durch robustere finanzielle Stimuli hervorgerufen werden, zu diskutieren (das ist Wirtschaftssprache und bedeutet, die Regierungsausgaben zu erhöhen, ohne die Steuern anzuheben). Fast schien es mir so, als lege Bernanke den Grundstein für die nächste Kampagne für Bundesausgaben. Wie es in der Vergangenheit schon der Fall war, werden Bundesausgaben als Mittel beworben, die sozialen und strukturellen Probleme der Nation zu lösen, während gleichzeitig das wirtschaftliche Wachstum angefacht wird. Obwohl dies eine Mischung ist, der kein Politiker widerstehen kann, ist alles, was der Bürger erwarten kann, eine verpfuschte Politik und Hyperinflation.
Es scheint, daß - im Gegensatz zu Regierungsstatistiken, die ein langsames Wachstum zeigen - unsere Wirtschaft auf eine Rezession zusteuert, vielleicht sogar eine heftige. Eine Depression wäre ebenfalls möglich. Während die Regierungs- und Finanzelite nur widerwillig zu dieser Einsicht gelangt, hat das gemeine Volk diese Wirklichkeit akzeptiert und verlangt Lösungen. Der politisch "am attraktivsten" scheinende Ausweg ist, die weitere Zinssenkung und die Ausgaben anzuregen, sowohl auf persönlicher als auch bundesstaatlicher Ebene. Trotz dessen könnte die Ausweitung der Bundesausgaben auf Widerstand treffen, folglich sollte sie wohl verpackt sein. Ausgaben für alternative Energien könnten gut passen.
Obwohl nur wenige widersprechen, daß die Entwicklung alternativer Kraftstoffquellen eine gute Sache für dieses Land und die Welt ist, ist es verschroben zu glauben, daß die regierungsgesteuerten Ausgaben auf dieser Ebene eine bedeutsame Veränderung bewirken könnten. Regierungsausgaben haben drei wesentliche Probleme: Ineffizienz, politische Befangenheit und riesige Kostenüberschreitung.
Fast ohne Ausnahme sind Regierungsbeamte (Bürokraten) in geschäftlichen Fragen talentfrei. Obwohl viele akademisch begabt sind, haben nur wenige die Erfahrungen oder das Interesse, Investitionen und finanzielle Risiken gegeneinander aufzuwiegen. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, daß Regierungsausgaben für die wirtschaftliche Entwicklung bekanntermaßen sinnlos sind und zu enormen Belastungen der Steuerzahler und unvorhersehbaren Konsequenzen führen. Zum Beispiel sind die riesigen jahrzehntelangen Regierungsausgaben, die Armut in den USA zu mindern, kläglich gescheitert. Parallel dazu haben erhöhte Regierungsausgaben für Bildung zu einem stetigen Abfall der Bildungsqualität geführt.
Durch die Förderung und Unterstützung ineffizienter Lösungen können Regierungsausgaben Privatunternehmer aus dem Rennen werfen, die sonst eine Industrie wiederbeleben würden. Tatsächlich haben die Regierungsausgaben fast im Alleingang aus unserer großen Nation von "Produzenten" eine "Verbraucher"-Nation geschaffen. Einmal in Kraft, verschwinden Regierungsausgaben-Programme nicht wieder. Es steht fest, daß jede neue Bürokratie, die zur Entwicklung alternativer Energien erschaffen wurde, auf unbestimmte Zeit fortbestehen wird, ob sie Erfolg hat oder nicht.
Was die Geschichte klar gezeigt hat, ist, daß "Nicht-Ausgaben" der Regierung in Form von Steuersenkungen und Deregulierungen den größten Anschub für Unternehmen bewirkt haben.
In Wahrheit sind die Politiker vielmehr an Ausgaben als an Ergebnissen interessiert. Bei der Verteilung von Steuergeldern können Politiker die Rolle des Weihnachtsmannes spielen, insbesondere dann, wenn sie keine Steuern anheben, um für die Geschenke zu zahlen. Während sie das tun, lesen sie anscheinend direkt aus dem Buch von John Maynard Keynes ab, der irgendwie eine akademische Anerkennung erworben hat, indem er behauptete, die Regierung könne der Wirtschaft Starthilfe geben, wenn sie ganz einfach Geld druckt und ausgibt.
Natürlich muss für ein solch defizitäres Ausgeben ein Preis gezahlt werden. Diese kleine Unannehmlichkeit nennt sich Inflation. Wenn die Regierung Geld druckt, um ihren Verpflichtungen nachzukommen, entwertet sie die Währung. Tatsächlich erhebt sie eine Inflationssteuer um die Differenzen zu überbrücken. Wenn die Behörden die Inflation auf kurze Sicht verschleiern können - umso besser für sie. Im Gegensatz zum Rest von uns.
Niemand sollte sich in die Irre führen lassen vom Gerede über Regierungsanstrengungen, die uns endlich aus der Abhängigkeit von ausländischem Öl führen, den Planeten von seinen Umweltleiden befreien und die Wirtschaft dabei neu beleben werden. Stattdessen ist es ein ganz einfaches Rezept für mehr Bürokratie und eine höhere Inflation. Haben wir denn alle vergessen, wie das "Butter und Kanonen" Modell der 1960er zu der Stagflation in den 1970ern führte? Unsere Politiker verlassen sich genau darauf.
Für eine weiterführende Analyse unserer Finanzprobleme und der damit einhergehenden Gefahren für die US-Wirtschaft und die in US-Dollars angegebenen Investitionen, lesen Sie mein neues Buch "How to Profit from the Coming Economic Collapse." Klicken Sie hier, um heute noch ein Exemplar zu kaufen.
Noch wichtiger: Warten Sie nicht, bis alles Wirklichkeit wird. Schützen Sie ihr Vermögen und Ihre Kaufkraft, bevor es zu spät ist. Erfahren Sie mehr über die beste Art, in Gold zu investieren, auch können Sie meine kostenlosen Analysen zu Investitionen bei ausländischen Aktien unter www.researchreportone.com downloaden, sowie meinen kostenlosen Online-Newsletter.
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So 06 Jul, 2008 20:30 Titel: Besiegt de Gaulle den Dollar? |
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Besiegt de Gaulle den Dollar?
© DIE ZEIT, 02.09.1966 Nr. 36
Frankreich will Amerikas Währungsvorherrschaft brechen Von Diether Stolze
Niemand ..weiß, auf welchen Wegen das Gold: nach Frankreich geschafft wird: Mit dem Flugzeug, mit dem Schiff oder — wie manche vermuten — mit U-Booten. Bekannt ist nur, daß seit Beginn dieses Jahres im Schnitt jede Woche 10 Tonnen Gold aus New York abgeschickt werden — mit der Bestimmungsadresse Bank von Frankreich.
Der Wert des größten Goldschatzes der Welt, der in den Gewölben der New York Fedtral Reserve Bank in der Nähe der Wall Street aufbewahrt wird, hat sich durch diese Lieferungen sek Januar um etwa 350 Millionen Dollar vermindert. Während die Zentralbanken der meisten europäischen Länder sich damit begnügen, das durch Umtausch von Dollar erworbene Gold einfach in die für sie reservierten Tresorräume der New Yorker Reservebank schaffen zu lassen (Deutschland etwa hält den größten Teil seines Goldbestands in Amerika), besteht die Pariser Notenbank auf Anweisung von. Finanzroinister Michel Debre auf Auslieferung der Goldbarren. De Gaulle erscheint es unerträglich, daß Frankreichs Gold „dem Zugriff einer fremden Macht preisgegeben" sein könnte.
Seit der General in seiner Pressekonferenz Anfang vorigen Jahres die Forderung vertreten hatte, das Gold wieder zur einzigen international anerkannten Reservewährung zu erklären, stellt Frankreich seine Devisentransaktionen ganz in den Dienst der gaullistischen Außenpolitik. Natürlich wissen auch andere Staaten, wie eng die Verbindung von Währungsund Machtpolitik ist — aber keine europäische Regierung zieht daraus so harte, manchmal fast brutale Konsequenzen wie die Minister de Gaulies. Ihr Ziel ist klar definiert: Die nach der Konferenz von Bretton Woods im Jahr 1944 geschaffene Währungsordnung, die Dollar und Pfund eine bevorrechtigte Stellung einräumten, soll durch ein neues System ersetzt werden, das den wichtigsten kontinentaleuropäischen Währungen (zumindest aber dem Franc) ihre „Gleichberechtigung" wiedergibt. Und: Paris soll zum ersten Finanzplatz Europas aufgewertet werden, nachdem die Londoner City diesen Rang als Folge der permanenten Pfundkrise immer mehr verliert.
Der Gold-Devisen-Standard, der vor 22 Jahren beschlossen worden ist, hatDollar und Pfund in den Rang international anerkannter Reservewährungen erhoben und damit praktisch dem Gold gleichgestellt. Inzwischen hat sich jedoch das wirtschaftliche Kräfteverhältnis verändert: Während Franc, Lira und Mark zu harten Währungen geworden sind, sprechen boshafte Währungspolitiker vom Pfund nur noch als dem „Reservekrüppel". Auch der Dollar ist nur noch eine geduldete Leitwährung — abhängig vom guten Willen der Notenbanken, viele Milliarden Dollar in ihren Tresoren zu halten und nicht gegen Gold einzuwechseln. Gegenwärtig befinden sich rund 27 Milliarden Dollar in ausländischem Besitz — und jede Dollarnote ist, wie das Nachrichtenmagazin Time schrieb, „ein jederzeit einlösbarer Scheck auf den Goldhort in Fort Knox". Wenn die USA alle diese „Schecks" tatsächlich einlösen müßten (was praktisch nahezu ausgeschlossen ist), wären sie nicht zahlungsfähig: Die Goldreserven der USA sind nur noch halb so groß wie ihre Dollaraußenstände. Da aber niemand einen plötzlichen Zusammenbruch der internationalen Währungsordnung wünschen kann, nehmen alle Länder Rücksicht auf die USA — alle bis auf Frankreich.
Noch vor wenigen Jahren wäre eine „Kampfansage" des Franc gegen den Dollar als lächerlich empfunden worden. Auch nach de Gaulies Pressekonferenz im Februar 1965 meinte ein hoher Beamter des US-Schatzamtes:
„Alles was. : dieser Mann versuchen kann, ist, den Dollar ein bißchen zu ärgern."
Aber obwohl der wirtschaftliche Abstand zwischen den USA und Frankreich noch immer gewaltig ist (das amerikanische Sozialprodukt ist siebenmal größer als das französische), nimmt Washington heute die Herausforderung sehr ernst. Immerhin hat de Gaulle erreicht, daß die amerikanischen Goldreserven auf ihren niedrigsten Stand seit 28 Jahren gesunken sind.
weiterlesen: http://www.zeit.de/1966/36/Besiegt-de-Gaulle-den-Dollar?page=2 |
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Sa 02 Aug, 2008 15:53 Titel: Geheime Hilfen für Herrn P. |
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Geheime Hilfen für Herrn P.
China und EZB stützen Dollar durch Intervention und Goldverkäufe. So soll der Zusammenbruch des US-Finanzsystems verhindert werden
Wer hat es nicht schon erlebt? Der sich im Recht wähnende Autofahrer tauscht wütende Argumente mit dem Behördenvertreter des Ordnungsamtes über vermeintliches Falschparken aus. Oft geht es um fünf Euro. Da kocht die Volksseele. Wenn dieselben Bürger sich über die finanziellen Verluste der US-Finanzkrise in den eigenen Portemonnaies aufregen würden, wäre wohl Revolution auf deutschen Straßen. Interessanterweise werden die direkten Vermögensverluste für die Deutschen durch die Finanzkrise, laut Deutscher Bundesbank mindestens 84 Mrd. Euro bisher (etwa 1000 Euro pro Bürger oder 200 Mal Falschparken), mit stoischer Würde getragen. Und man kann sicher sein, dass noch Hunderte Milliarden Verluste hinzukommen werden. Nicht umsonst verlängerte die EZB diese Woche ihre Notfall-Liquiditätsprogramme.
Faktisch laviert das amerikanische Finanzsystem recht Nahe am Abgrund. Uns ist es ab und zu mal eine Schlagzeile wert, wenn mal wieder ein paar mittelgroße US-Banken geschlossen werden müssen. Da solche Insolvenzen immer an einem Freitag vorgenommen werden, gehen diese Nachrichten, wenn überhaupt, kurz vor dem Wetterbericht über den Schirm. So wurden, welch Zufall, auch die Fälle IKB und Bear Stearns gehandhabt. Den Deutschen ist aber das SPD-Sommertheater wichtiger als die Einbrüche ihrer Aktien- und Rentensparpläne. Nicht umsonst ignorieren Staatsfernsehen und Politik dieses Finanzthema.
Zugegeben, die Tragikomödie, die momentan in Wall Street uraufgeführt wird, ist mehr als verschachtelt und kompliziert. Hinter den Kulissen versuchen die Akteure verzweifelt, den Schein zu wahren. Und manchmal gelingt es. Vor kurzem musste der US-Finanzminister Henry "Hank" Paulson faktisch zugeben, dass die beiden größten US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac pleite sind. Es war wiederum ein Freitag, der 11. Juli, als die Aktienkurse der beiden Banken endgültig einbrachen - in der Spitze um 90 Prozent. Der Schuldenberg der Amerikaner beträgt momentan etwa neun Billionen Dollar. Eine Verstaatlichung von Fannie und Freddie hätte über Nacht die Schulden auf 14 Billionen aufgebläht, damit das AAA-Rating der USA und den Dollar als Weltreservewährung in Frage gestellt. Immerhin hat Paulson eine Lösung gefunden, die eine direkte Verstaatlichung bisher verhinderte, dauerhaft aber nicht zu vermeiden ist.
Wer aber glaubte, dass vor dem Hintergrund der Implosion des US-Finanzsystems in Zeitlupentempo Gold als "harte" Währung steigen würde, sah sich enttäuscht. Der Goldpreis fiel seit der Ankündigung der Rettungsbemühungen durch Paulson um knapp 100 Dollar während der Dollar stieg. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Natürlich hat Paulson mit den chinesischen Finanzbehörden telefoniert, die sich gezwungen sahen, den Dollar zu stützen. Ihre Treasury-Bestände sind zu gewaltig, um ein schnelles Abschmieren des Dollars zu erlauben.
Und wer diese Woche den Wochenausweis des Eurosystems gelesen hat, hat sich, gelinde gesagt, verwundert die Augen gerieben. Just in der Woche nach Paulsons Rettungsaktion verkaufte das Eurosystem (EZB plus alle Notenbanken der EU) Gold und Goldforderungen in Höhe von 578 Mio. Euro. - in einer Woche wohlgemerkt. Dies ist etwa das Vielfache der "normalen" Wochenverkäufe. Auch interessant zu sehen, dass deutsche Finanzpolitiker offensichtlich nicht die geringste Ahnung haben, was hier im Hintergrund gespielt wird, und wo diese Erträge hin fließen. Paulson hat wohl auch mit dem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet telefoniert. Anders kann man solche Verkäufe zur Wahrung des Scheins nicht interpretieren. Darüber hinaus widersprechen sie inhaltlich dem sogenannten "Washington Gold Agreement" (WGA II), denn die EZB hatte nach eigener Aussage die Goldverkäufe in diesem Fiskaljahr (September bis August) bereits abgeschlossen. Aber, wo kein Kläger, da kein Richter. Die Politik schläft sowieso.
Quelle: http://www.welt.de/welt_print/arti2277035/Geheime_Hilfen_fuer_Herrn_P..html
Man beachte einmal welche Zeitung diesen Kommentar gebracht hat!
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Mo 01 Sep, 2008 18:52 Titel: Die SVP verlangt mehr Goldeserven |
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Die SVP verlangt mehr Goldeserven
Die Nationalbank muss ihre Goldreserven wieder aufstocken, das Bankgeheimnis gestärkt werden. Das fordert die SVP, um die Finanzmarktkrise zu meistern und dem zunehmenden Druck auf den Finanzplatz Schweiz zu begegnen.
Wegen der weltweiten Krise der Finanzmärkte wachse in der Schweiz «der Appetit auf hektische Regulierung», sagte SVP-Präsident Toni Brunner vor den Medien in Bern bei der Präsentation eines Positionspapiers. Dies sei «letzten Endes kontraproduktiv» und könne den Finanzplatz nicht wirksam schützen. Laut SVP braucht die Schweiz vorab neue Sicherheiten, um die Stabilität des Frankens zu gewährleisten. Die Nationalbank müsse die Währungsreserven von derzeit 80 Milliarden Franken schrittweise erhöhen und dabei den Anteil des Goldes wieder vergrössern.
Weitere Goldverkäufe kämen auf keinen Fall in Frage. Von «überflüssigen» Goldreserven spreche heute niemand mehr, betont die Partei, die vor sechs Jahren noch Goldverkäufe für die AHV propagiert hatte. Das Gold sei die «nationale Versicherung» für den Fall, dass das moderne Finanzsystem und die Papiergeldwährungen zusammenbrechen, sagte Nationalrat Luzi Stamm (AG). Deshalb müsse es auch in der Schweiz gelagert werden.
Quelle: http://www.nachrichten.ch/detail/318500.htm |
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Di 30 Dez, 2008 13:09 Titel: Die Regierung sitzt am Steuer der Wirtschaft |
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Die Regierung sitzt am Steuer der Wirtschaft
Kurz vor Weihnachten gab es nichts besonders Beachtliches in den Nachrichten vom Markt. Der Dow fiel, Öl kletterte leicht aufwärts. Der Euro kletterte.
Von Caterpillar war zu erfahren, dass man die Gehälter der Geschäftsführung senken wolle. Den Unternehmen ist es peinlich, wie viel sie ihren Managern bezahlten. Sie haben an die Leute an der Spitze Millionen bezahlt. Man sollte meinen, dass sie, wenn sie schon so viel Geld bekommen, zumindest zusehen sollen, wohin der Weg führt. Stattdessen haben sie ihre Unternehmen direkt in den Graben gefahren.
Die gesamte Automobilindustrie scheint vor einen Mast gefahren zu sein. GM und Ford mussten wieder erleben, dass ihre Schulden abgewertet wurden. Und Toyota prognostiziert den ersten Geschäftsverlust in 71 Jahren.
Wir stehen kurz vor dem Ende eines ganz beachtlichen Jahres. Und die Wunder kommen weiter.
Am vergangenen Freitag hieß es von der Zentralbank, man wolle von nun an günstige Kredite an jeden geben, der dazu beiträgt, die Verbraucherkredite wieder nach oben zu treiben. Darunter fallen auch Hedgefonds", erklärte der Beitrag in der Financial Times. sie hatten zuvor noch nie die Möglichkeit, von der amerikanischen Zentralbank zu leihen."
Ist das nicht schön, liebe Leser? Die hilfsbereiten Leute bei der Zentralbank werden Geld zur Verfügung stellen, damit die Hedgefonds auf die Verbraucherschulden wetten können. Und dann wird die Zentralbank eine neue Art von Anlagewert" in ihren Büchern haben. Seit dem Tag ihrer Gründung im Jahr 1913 bis vor sechs Monaten, hat die Zentralbank wenig mehr als amerikanische Schatzanleihen in ihren Schatzkammern aufbewahrt. Alles andere hielt man für zu riskant für eine amerikanische Zentralbank.
Doch das alles hat sich im vergangenen Jahr geändert. Die Banken... die Kapitalisten... die Wall Street. Sie alle sind peinlich berührt. Jetzt haben die Politiker das Steuer übernommen - in Detroit... in Lower Manhattan... und überall in der Wirtschaft. Und jetzt hat die Zentralbank Anlagewerte im Wert von 1,5 Billionen Dollar in ihren Schatzkammern, die die Finanzindustrie überhaupt erst in Schwierigkeiten gebracht haben.
Sie wollen Geld? Dann bitten sie doch die Experten in Washington darum! Stellen Sie sich hinten an!
Sie versuchen zu entscheiden, was für ein Auto Sie bauen wollen. Dann fragen Sie am besten einen Senator oder einen Kongressabgeordneten.
Sie versuchen sich zu entscheiden, ob sie einen Kredit aufnehmen... oder einen Kredit geben... oder welches Unternehmen gerettet werden sollte und welches man sterben lassen sollte? Es gibt sicher irgendeinen Bürokraten im amerikanischen Finanzministerium, der Ihnen dabei helfen wird, die Entscheidung zu treffen.
Letzten Endes ist der Traum der Banker, die die Zentralbank gegründet haben, nun Wirklichkeit geworden. Wenn man eine Gesellschaft kontrollieren wird, dann muss man ihr Geld kontrollieren. Alle brauchen Geld. Alle wollen Geld. Und sie alle müssen jetzt zu diesen Leuten gehen, um das Geld zu bekommen.
Bei einem Währungssystem, das von Gold gedeckt wird, müssen die Leute sich an die goldene Regel halten: Wer Gold macht, bestimmt die Spielregeln. Und das ist der Grund, warum die Regierung unter Roosevelt in den Dreißigern das Gold konfisziert hat; sie wollten sehr viele neue Regeln aufstellen.
Doch die Goldvorräte sind beschränkt... und schwer zu kontrollieren. Was die Politik anbelangt, so ist Gold sehr unkooperativ. Will man z.B. eine einbrechende Branche stützen... oder eine Lobbygruppe kaufen... oder Freunde kaufen, weiß man nicht, wo man das Geld hernehmen soll. Man hat nur eine bestimmte Menge Gold... und man will es nicht verschwenden. Also muss man vorsichtig sein.
Und das ist der Grund, warum sich die Verantwortlichen für das Geld entschieden haben, das auf Bäumen wächst. Papiergeld ist sehr viel, sagen wir, gefügiger... es ist Geld von der Art wie gewonnen, so zerronnen." Es steht zur Verfügung, um die Rechnung für jede beliebigen Party zu zahlen, ganz egal wie außerordentlich sie auch sein mag... und es macht bei jedem Plan mit... ganz egal, wie absurd er auch ist.
Und heute haben wir es mit einer solchen Situation zu tun, in der das Papiergeld einst erfunden wurde. Absurd und außerordentlich. Und die Regierung will Geld verschenken; sie braucht billiges Geld, um es verschenken zu können. Und weil alle Geld brauchen - an diesem Punkt der Krise brauchen die Leute sogar ganz dringend Geld - sind sie bereit, alles mitzumachen, was die Regierung von ihnen will.
© Bill Bonner
Dazu passend:
Ein Zitat aus Hjalmar Schacht: "Magie des Geldes"
" Zahlungsvermittlung und Kreditgewährung haben eine gemeinsame wesentliche Voraussetzung. Sie beruhen auf dem Vertrauen in die Redlichkeit und in die Zahlungsfähigkeit des Geschäftspartners. Der Bankier muss sich eine genaue Kenntnis des Charakters, des Vermögens und der Tüchtigkeit seines Kunden beschaffen. Verträge müssen gehalten werden. Die rechtliche Auffassung vom Bankverkehr geht so weit, dass ein mündlich gegebenes Wort zwischen Bankiers ebenso gilt wie ein notarieller Vertrag. Der Wertpapierverkehr an der Börse spielt sich noch heute von Mund zu Mund ab. Die einfachen Worte "an Sie" und "von Ihnen" genügen für den Übergang eines Wertpapiers von einer Hand in die andere. Es ist mir nur ein einziges Mal in meiner Banklaufbahn passiert, dass - noch dazu eine Aktienbank - eine mündlich gegebene Zusage nicht einhielt, mit der Begründung, sie sei nicht schriftlich bestätigt worden."
Sind das Sprüche von gestern, ist das überholt und können wir heute ohne solche Massstäbe auskommen?
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Do 07 Mai, 2009 16:19 Titel: Europas Notenbanken versenken Milliarden in Gold |
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Europas Notenbanken versenken Milliarden in Gold
Verkäufe bringen Währungshüter in einer Dekade um 40 Mrd. Dollar
London/Zürich/Frankfurt (pte) - Die europäischen Zentralbanken haben ihre Goldreserven innerhalb der vergangenen Dekade deutlich reduziert und dabei kräftig verloren. Insgesamt versenkten sie in dem Zeitraum rund 40 Mrd. Dollar durch die Verkäufe. Wie die Financial Times berichtet, nahm der Fauxpas vor genau zehn Jahren, am 7. Mai 1999, seinen Ursprung, als der damalige britische Schatzkanzler Gordon Brown erste Goldverkäufe durch die Bank of England ankündigte. Die Erlöse sollten in gewinnträchtige Kapitalanlagen wie etwa Staatsanleihen gesteckt werden. Schon im Jahresverlauf stimmten europaweit verschiedene Notenbanken auf die ablehnende Haltung gegenüber dem Rohstoff ein und stießen ihre Reserven tonnenweise ab. Am heftigsten hat sich dabei die Schweizerische Nationalbank (SNB) http://www.snb.ch verspekuliert.
"Die Zentralbanken sehen einen steigenden Goldpreis nicht gerne. Der Rohstoff ist nicht mehr Teil ihrer Währungspolitik und hat seine monetäre Rolle verloren. Stattdessen haben sich die Notenbanken gegen das Gold entschieden und sich den Papierwährungen zugewandt", erklärt Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank https://www.commerzbank.de, im Gespräch mit pressetext. Seit 1999 haben, den britischen Währungshütern folgend, Zentralbanken in Frankreich, Spanien, Portugal oder auch den Niederlanden Goldreserven mit einem Volumen von insgesamt 3.800 Tonnen bzw. 56 Mrd. Dollar versetzt. Am stärksten hat sich die SNB mit einem überwiegenden Anteil von 1.550 Tonnen an dem Ausverkauf beteiligt.
Während eine Unze des Rohstoffs vor zehn Jahren nur einen Wert von rund 280 Dollar hatte, kletterte der Preis bis heute mit über 900 Dollar auf mehr als das Dreifache. Dabei hat Gold selbst die Marke von 1.000 Dollar bereits überschritten. "Gold war damals enorm unterbewertet. Die Wertsteigerungen sind daher als eine gewöhnliche Normalisierung des Preises zu sehen. Zudem haben sich Angebot und Nachfrage stabilisiert und Anleger haben in dieser Zeit Rohstoffe und Gold als Anlagewerte entdeckt", meint der Experte. In seiner Natur als sicherer Hafen hat der Rohstoff besonders angesichts der beiden wirtschaftlichen Krisen um die Jahrtausendwende und heute zugelegt. "Es ist nicht zu bestreiten, dass der Goldpreis zum Teil spekulationsgetrieben ist. Investoren sind mittlerweile der wichtigste Faktor für den Preis und das wird auch in Zukunft so bleiben", so Weinberg gegenüber pressetext.
Zwar erzielten die Zentralbanken durch jene Kapitalanlagen, die sie mit den Mitteln der Goldverkäufe erwarben, Gewinne von immerhin rund zwölf Mrd. Dollar. Angesichts des explodierenden Rohstoffwerts wären sie hingegen um etwa 40 Mrd. Dollar reicher, hätten sie ihre Reserven behalten. Noch vor der Bank of England, der durch die massenhaften Verkäufe rund fünf Mrd. Dollar entgingen, gilt die SNB, die rund 19 Mrd. Dollar in den Sand gesetzt hat, als größte Verliererin der "Anti-Gold-Stimmung". Eine Stellungnahme war von der Bank zwar nicht zu erhalten. Weitere Goldverkäufe seien jedoch nicht geplant, ließ das Institut wissen.
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Verfasst am:
Do 14 Mai, 2009 18:14 Titel: Schluss mit den Goldverkäufen |
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SVPler fordern volle Goldschatztruhe
«Schluss mit den Goldverkäufen»: SVP-Politiker haben eine Petition eingereicht, die dies verlangt. Das Gold müsse zum «Notvorrat» und zur «Schatztruhe» erklärt werden, wird gefordert.
Gleichentags gaben drei SVP-Nationalräte die Gründung der Bürgeraktion «Gesunde Währung» bekannt.
Die von 12 825 Personen unterzeichnete Petition fordert die Bundesbehörden auf, den Verkauf weiterer Goldreserven zu untersagen. Die Währungsreserven der Nationalbank sollen schrittweise und mit einem angemessenen Anteil Gold erhöht werden. Der im Ausland lagernde Teil der Goldreserven sei in die Schweiz zurückzuführen.
Das Gold müsse zum «Notvorrat» und zur «Schatztruhe» erklärt werden, schreibt der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm in einem Referat, das den Medien abgegeben wurde. Nur eine ausreichend mit Gold unterlegte und abgesicherte Währung könne in Zeiten schwerer Krisen die Stabilität und damit auch die Kaufkraft sichern.
Zusammen mit seinen Parteikollegen Ulrich Schlüer (ZH) und Lukas Reimann (SG) hat Stamm die Bürgeraktion «Gesunde Währung» gegründet. Deren Manifest fordert neben den Goldreserven auch ein Mitentscheidungs- und Widerstandsrecht der Bürger, das Recht auf Eigentum und den Austritt der Schweiz aus dem Internationalen Währungsfonds.
Die Webseite mit den Infos http://www.gesunde-waehrung.ch/
« Gold - Garant für stabile Währung» http://www.gesunde-waehrung.ch/pdfs/mk_gesunde_waehrung_referat_stamm.pdf |
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Verfasst am:
Do 21 Mai, 2009 10:34 Titel: Gold-Desaster - Die Nationalbank und ihre Währungsreserven |
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Gold-Desaster - Die Nationalbank und ihre Währungsreserven
Zwei Diagramme zu den von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gehaltenen Goldreserven sind dieser Tage publiziert worden. Sie dokumentieren eine Entwicklung, die nur noch als desaströs bezeichnet werden kann.
Ein erstes Diagramm dokumentiert die Entwicklung des Goldpreises in den letzten zwölf Jahren. 1997: Damals stand die sogenannte «Holocoust-Krise» auf ihrem Höhepunkt. Unablässig prasselten ungerechtfertigte Vorwürfe auf die Schweiz nieder wegen ihrer erfolgreichen Politik der Selbstbehauptung während des Zweiten Weltkriegs.
Verkäufe zum tiefsten Preis
Seitens Nationalbank und Bundesrat – der damals von den wohl vorbereiteten Vorwürfen völlig überrumpelt wurde – wurde ein «Befreiungsschlag» erwogen: Die Gründung eines humanitären «Solidaritätsfonds» wurde vorgeschlagen, welcher geäufnet werden sollte aus «überschüssigen» Goldreserven der Nationalbank. Das Projekt scheiterte erwartungsgemäss an der Urne – weil sowohl in der Schweiz als auch weltweit als ungerechtfertigtes Schuld- Eingeständnis interpretiert. Dennoch setzten Goldverkäufe in grossem Stil ein. Der Goldbestand Diagramm 1 von 2600 Tonnen wurde halbiert. 1300 Tonnen wurden als «überflüssig» verkauft.
Ein Blick auf das Diagramm zur Entwicklung des Goldpreises zeigt: Die Verkäufe fanden statt just in der Periode, als der Goldpreis am tiefsten war. Mit dem damals überstürzt und unbedacht verkauften Gold würde man heute einen Preis lösen, der rund zwanzig Milliarden über dem damals erzielten Betrag liegen würde. Im Rahmen der damals übereilt vorgenommenen Goldverkäufe wurden buchstäblich Milliarden blindlings aus dem Fenster geworfen. Verständlich, dass sich die Nationalbank heute dagegen wehrt, sie hätte 3 damals von «überschüssigen» Goldreserven gesprochen. Diesen Ausdruck habe die Politik erfunden.
Das mag sein. Der entscheidende Impuls für die Goldverkäufe ging indessen aus vom damaligen SNB-Generaldirektor Hans Meyer und dem damaligen Finanzminister Kaspar Villiger, welche als Väter des gescheiterten «Solidaritätsfonds» auftraten. Die Tatsache bleibt: Einen schlimmeren monetären Fehler als der überstürzte Entschluss zu Goldverkäufen im grossen Stil ab Mitte der Neunziger Jahre ist, hat die Schweiz, seit es die Nationalbank gibt, nicht begangen.
Goldverkäufe gehen weiter
Wer geglaubt hätte, mit der Verhökerung der erwähnten 1300 Tonnen Goldreserven seien die Goldverkäufe wenigstens zum Abschluss gekommen, der irrt. Inzwischen wurde die Nationalbank seitens geldhungriger Kantone und vom auf Schuldentürmen sitzenden eidgenössischen Finanzminister nämlich längst als Behelfs-Goldgrube entdeckt: Die Nationalbank hat seit mehreren Jahren einen wesentlichen Teil ihrer jährlichen Überschüsse den Kantonen und dem Bund abzuliefern.
weiterlesen: http://www.schweizerzeit.ch/brisant/090515brisant.html |
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Verfasst am:
Fr 07 Aug, 2009 14:22 Titel: SNB plant vorläufig keine weiteren Goldverkäufe |
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SNB plant vorläufig keine weiteren Goldverkäufe
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will vorläufig kein weiteres Gold verkaufen. Für die «absehbare Zukunft» seien keine weiteren Goldverkäufe geplant, teilt die SNB am Freitag mit.
In einer gemeinsam Erklärung mit anderen wichtigen Zentralbanken, darunter die EZB, die Deutsche Bundesbank und zahlreiche weitere europäische Zentralbanken, hält die SNB fest, dass Gold ein wichtiger Bestandteil der Weltwährungsreserven bleiben werde.
Die von den unterzeichneten Instituten bereits beschlossenen und noch zu beschliessenden Goldverkäufe werden innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren ab 27. September 2009 getätigt, im Rahmen eines abgestimmten Programms. Die jährlichen Verkäufe werden 400 Tonnen nicht übersteigen und über den gesamten Zeitrahmen des Abkommens werden nicht mehr als insgesamt 2'000 Tonnen verkauft.
Die Absicht des Internationalen Währungsfonds (IWF), 403 Tonnen Gold zu verkaufen, werde zur Kenntnis genommen. Solche Verkäufe könnten innerhalb der oben genannten Limite getätigt werden. Die getroffene Vereinbarung werde nach fünf Jahren wieder überprüft.
Der aktuelle Goldbestand der SNB liegt bei 1'040 Tonnen. |
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Verfasst am:
Fr 13 Nov, 2009 10:15 Titel: Nationalbank mit Milliardengewinn |
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Nationalbank mit Milliardengewinn
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sehr erfolgreiche Monate hinter sich. Von Januar bis September 2009 erzielte sie einen Gewinn von 6,9 Milliarden Franken. Damit ist der Verlust von 4,7 Milliarden Franken im ganzen Jahr 2008 mehr als ausgeglichen.
Die Nationalbank begründet den Überschuss mit dem gestiegenen Goldpreis, der Erholung auf vielen Märkten sowie der Zinssituation, was zu hohen Bewertungsgewinnen auf den Devisenanlagen und dem Gold führte.
Zudem habe der Stabilisierungsfonds für die UBS das Ergebnis nicht belastet. Unter Berücksichtigung des Kaufrechts auf 100 Millionen UBS-Aktien zum Nominalwert ist das Darlehen durch den Wert der Anlagen weiterhin vollständig gedeckt, wie die SNB am Freitag weiter mitteilte. Das Darlehen für die Grossbank wird stetig reduziert. Am Stichtag betrug es noch 21,5 Mrd. Dollar.
Auf dem Goldbestand erzielte die SNB einen Bewertungsgewinn von 3,8 Mrd. Franken. Der Erfolg auf den Fremdwährungspositionen erreichte 3,1 Milliarden.
Während der Dollar nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen wieder unter den Jahresendkurs fiel, lagen Euro und britisches Pfund darüber, was die entsprechenden Anlagen der SNB aufwertete. Rund 1 Milliarde des Überschusses will die SNB für Währungsreserven zurückstellen. |
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Verfasst am:
Mo 08 Feb, 2010 14:37 Titel: Der Skandal mit dem Schweizer Gold |
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Damit es nicht in Vergessenheit gerät
Der Skandal mit dem Schweizer Gold
Memo über die Hintergründe wie ausländische Interessengruppen dem Schweizer Bundesrat und der Schweizerischen Nationalbank suggeriert haben, die Schweiz hätte zu viel Gold. Wie man dabei das Volk im Dunkeln lässt, wenn nicht sogar angelogen hat und was dies für den Finanzplatz Schweiz sowie den Werkpiatz Schweiz in der Zukunft bedeutet.
Von Ferdinand Lips (* 1931 in Schlieren; † September 2005 in Zürich) war ein Schweizer Bankier und internationaler Goldmarktexperte. Er gilt als Vertreter des klassischen Goldstandards. http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Lips
1. Das Schweizer Volk weiss nicht, dass die Idee des Goldverkaufs aus dem Ausland kommt. Die Kreise, die dem Bundesrat und der Nationalbank eingeredet haben, die Schweiz hätte zu viel Gold, verstehen diese Fragen sehr wohl. Ihr Ziel war immer die Beseitigung des Bankgeheimnisses, die Provinzialisierung der einmaligen Stellung des Finanzplatzes Schweiz und der Kampf gegen das Gold. Das Ziel wurde weitgehend erreicht durch die neue Bundesverfassung (nur die SVP war dagegen), die Abschaffung der Golddeckung und die geplanten Goldverkäufe. Willenlos hat sich die Schweiz praktisch in die Aufgabe ihrer Souveränität hineinmanövrieren lassen. Gesättigt und ermüdet durch eine lange Wohlstandsperiode, seit Dekaden der Gehirnwäsche der Medien ausgesetzt, interessieren sich die meisten Menschen auch in unserem Lande leider nicht mehr fur diese Fragen. Die Kreise, welche diese tödliche Operation ausgedacht haben, werden gemäss Informationen aus den USA, durch Herrn Paul A. Volcker vertreten, einem Mann, der weder das Gold noch die Schweiz liebt. Es ist kein Zufall, dass er auch gleichzeitig Chef der Holocaust Kommission ist. Er hat die Nationalbank „beraten". Tatsache ist, dass man das Volk nicht richtig informiert oder in andern Worten angelogen hat.
2. Der Plan des Goldverkaufes wurde eingeleitet durch den unnötigen IWF Beitritt, indem unsere Golddeckung mit den Statuten dieser Organisation nicht kompatibel war. Dem Volk hat man den Beitritt als eine Art besserer Entwicklungshilfe verkauft. Niemand wusste Bescheid über die Hintergründe und Geschichte der Misserfolge dieser verhängnisvollen Organisation. Nicht einmal Bankiers wissen Bescheid. Die SVP war richtigerweise gegen einen Beitritt. Nach dem Ende von Bretton Woods hatte das Institut eigentlich ausgedient und hätte geschlossen werden müssen. Durch seine Beamten wurde es dann weitergeführt, einfach in einer andern Form und bisher bestimmt nicht zum Wohle der Menschheit. Heute werden immer mehr prominente Stimmen laut, man solle das Institut abschaffen: zB William Simon, Kissinger, Milton Friedman etc. Die beiden Herren, die das Werk vollbracht hatten, waren Cotti und Stich. Obwohl beide nichts davon verstanden, drängte es sie in die Internationalität.
3. Mit der Revision des Nationalbankgesetzes wurde das Werk dann fortgesetzt. Um den Schein zu wahren, ging man mit der Golddeckung zuerst von 40 auf 25% zurück. Mit der neuen Bundesverfassung gings dann auf Null. Wieder einmal wurde das Volk nicht informiert. Es war ja alles vorher schon beschlossen.
4 Die Golddeckung war für bestimmte Kreise störend. Das Gleiche trifft zu für das Bankgeheimnis. Deshalb müssen beide weg. Niemand scheint mehr zu wissen, dass das Bankgeheimnis in dieser Form in den dreissiger Jahren zum Schutz der Juden und anderer Verfolgter errichtet wurde. Ohne die Golddeckung ist der Schweizer Franken nurmehr eine Papierwährung wie jede andere und wenn man dazu noch die Hälfte des Goldbestandes unnötig und wenn möglich zu Tiefstkursen, verhöckert, dann ist das was den Finanzplatz gross machte, nicht mehr da. Der Finanzplatz ist aber das Aktivum, das uns vor allen andern Ländern der Welt unterscheidet. Alles andere kann man im Ausland auch haben- Pharmazeutika, Schokolade etc.
weiterlesen: Der Skandal mit dem Schweizer Gold http://www.lips-institute.ch/CMS/PDF/Der_Skandal_Schweizer_Gold.pdf
| Zitat: | | Vor allem aber: Man darf das Schweizer Volk nicht anlügen. Früher oder später dringt die Wahrheit ohnehin ans Tageslicht. Aber dann ist es vielleicht zu spät. Unsere Institutionen sollen immer über alle Zweifel erhaben und Vorbild sein. Auch hier bewährt sich im übrigen die alte Neutralitätstradition, dass sich die Eidgenossen nicht in fremde Händel einmischen sollen und dasselbe sich vom Ausland auch nicht gefallen lassen dürfen. |
Gold, Freiheit und die Suche nach Wahrheit
Diese Seite ist eine letzte Ehrung für eine grossartige Persönlichkeit, Ferdinand Lips, welche sich jahrzehntelang mit dem Studium des klassischen Liberalismus und damit verbunden, mit der Geschichte des Geldes beschäftigt hat. Denn die Freiheit der Menschen und Geld respektive Gold, sind untrennbar miteinander verbunden.
weiterlesen: Lips-Institute http://www.lips-institute.ch/inmemorial.html |
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Mi 21 Jul, 2010 11:18 Titel: Schweizer Nationalbank macht 3 Milliarden Euro Verlust |
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Schweizer Nationalbank macht 3 Milliarden Euro Verlust
In ihrem Kampf gegen eine übermäßige Aufwertung der Schweizer Währung sah sich die Schweizer Nationalbank zu massiven Euro-Käufen gezwungen. Das reißt im ersten Halbjahr 2010 ein tiefes Loch in die Bilanz.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erwartet für das erste Halbjahr 2010 einen Verlust von rund vier Milliarden Franken (2,95 Mrd. Euro). Ein tiefes Loch rissen die Euro-Käufe. Die starke Aufwertung des Franken führte zu Wechselkursverlusten von über 14 Milliarden Franken.
In ihrem Kampf gegen eine übermäßige Aufwertung der Schweizer Währung erhöhte die SNB die Devisenanlagen um rund 132 Milliarden Franken, wie sie am Mittwoch mitteilte. Größtenteils kaufte sie Euro.
Wechselkursverluste werden durch Goldpreis aufgefangen
Die Wechselkursverluste in Euro-Anlagen wurden durch die Erträge bei anderen Fremdwährungen und den Frankenpositionen sowie dem starken Anstieg des Goldpreises aufgefangen.
Zudem werde auch der Stabilisierungsfonds für die Großbank UBS einen Gewinn abliefern, der im erwarteten Halbjahresverlust von rund vier Milliarden Franken noch nicht eingerechnet ist. Den vollständigen Halbjahresbericht veröffentlicht die SNB am 13. August.
Devisenanlagen der SNB nach Währungen
Placements de devises de la BNS – Répartition selon la monnaie
Statistisches Monatsheft Juli 2010 / Bulletin mensuel de statistiques économiques juillet 2010
http://www.snb.ch/ext/stats/statmon/pdf/defr/A3_2_Devisenanlagen_der_SNB.pdf |
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