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BeitragVerfasst am: Di 13 Okt, 2009 21:07    Titel: Terra Preta - Holzkohle sorgt für fruchtbare Böden Antworten mit ZitatNach oben

Terra Preta - Holzkohle sorgt für fruchtbare Böden

Für den Fortschritt in der Klimafrage sind technisch aufwendige und kostenintensive Maßnahmen nicht die einzige Lösung. Erfolg versprechen oft auch kleine, dezentrale und kostengünstige Initiativen, die vor Ort umsetzbar sind. Ein Beispiel dafür ist ein neues Forschungsprojekt zur Düngung nährstoffarmer Böden mit Holzkohle - ein Verfahren, das am Amazonas (wieder-) entdeckt wurde.

Amazonien ist einer der artenreichsten Lebensräume unserer Erde. Paradox scheint, dass er sich auf einem der schlechtesten Böden entwickelt hat. Denn Regenwaldböden sind sehr nährstoffarm. Unter den tropischen Bedingungen gelangt die Biomasse so schnell wieder zurück in den Kreislauf, dass sich kaum eine Humusschicht aufbauen kann.

Das Wunder im Regenwald

Weil die Böden rasch ausgelaugt sind, roden die Farmer immer neue Anbauflächen. Sie brennen jedes Jahr 10.000 Quadratkilometer Wald nieder und setzen dabei 1,3 Milliarden Tonnen CO2 frei. Doch in manchen Gegenden Amazoniens scheinen andere Gesetze zu herrschen. Seit Jahrzehnten gedeihen dort inmitten des Tropenwaldes die üppigsten Früchte, ohne zusätzliche Düngung. Was ist das Geheimnis dieser außergewöhnlich fruchtbaren Erde?

Forscher haben im Amazonasbecken lokale Vorkommen von schwarzer, nährstoffreicher Erde gefunden - Terra Preta wird sie von den Brasilianern genannt. Ihre Entstehung war lange ein Rätsel. Heute weiß man: Die "schwarze Erde" wurde vor einem halben Jahrtausend von Menschen gemacht. Das Besondere an ihr ist, dass sie Holzkohle enthält - verkohlte Pflanzenreste, die den Boden so ertragreich machen. Wie das genau vor sich geht, ist trotz intensiver Untersuchungen noch nicht ganz geklärt.

Holzkohle - porös wie ein Schwamm - Erfolgreiche Freilandversuche

Möglicherweise funktioniert das kleine Wunder im Regenwald so: Die Kohle selbst ist nährstoffarm, aber ihre poröse Struktur hält Nährstoffe fest wie ein Schwamm. So kann sie der Tropenregen nicht auswaschen. In Freilandversuchen wurde getestet, ob sich auch andere magere Böden fruchtbar machen lassen. Dabei zeigte sich, dass die Erträge von Hirsepflanzen, deren Erde mit einem Prozent Holzkohle versetzt wurde, bis um das 900-Fache höher waren, als die von Pflanzen, welche nach herkömmlichen Methoden unter Verwendung von Kunstdünger angebaut wurden.

Doch die Wundererde kann noch mehr. Organische Holzkohle - englisch "biochar" - verwittert nicht und bindet so den in ihr enthaltenen Kohlenstoff. Würde man alle weltweit anfallenden landwirtschaftlichen Abfälle zu Kohle verarbeiten und in die Böden einbringen, könnten so jährlich 9,5 Milliarden Tonnen CO2 "weggesperrt" werden.

Altes Wissen neu entdeckt

weiterlesen: http://abenteuerforschung.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,7554931,00.html

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BeitragVerfasst am: Mi 14 Okt, 2009 14:21    Titel: Die neue Terra Preta - Zukunft der Landnutzung Antworten mit ZitatNach oben

Die neue Terra Preta - Zukunft der Landnutzung

»Terra Preta do Indio« ist portugiesisch und bedeutet »schwarze Erde der Indianer«. Der Begriff bezeichnet eine anthropogene Bodenform, die Ende der 1980er Jahre im Amazonasbecken von Archäologen entdeckt wurde und rund 10 % der Fläche Amazoniens in teils meterdick vorhandenen Schichten ausmacht. In zahlreichen Labor- und Feldversuchen ist es im Jahr 2006 erstmals gelungen, das ursprüngliche Verfahren der Terra Preta-Gewinnung zu rekonstruieren. Durch ein biotechnisches Verfahren konnte die künstliche Schwarzerde erzeugt werden, deren genetischer Fingerabdruck und deren Eigenschaften denen der Terra Preta do Indio entsprechen.

Die neue Terra Preta ist ein nährstoffreiches Humussubstrat, in dem sämtliche Nährstoffe stabil gebunden sind und deshalb nicht ausgewaschen werden. Über biochemische Wirkungsmechanismen werden die Nährstoffe pflanzenbedarfsgerecht zur Verfügung gestellt, sodass die Pflanzen stets optimal versorgt sind. Dies geschieht einerseits über sehr gute chemisch-physikalische Eigenschaften und andererseits über eine besonders ausgewogene Populationen von Mikroorganismen und Bodenpilzen, die sich in ihrer Wirkung ergänzen.

Darüber hinaus weist das Humussubstrat als Bodenhilfsstoff hervorragende bodenbildende Eigenschaften auf, wie z.B. effektiver und aktiver Dauerhumusaufbau. Wenn beispielsweise ein gartenbaulich- oder landwirtschaftlich genutzter Boden mit der neuen Terra Preta aufbereitet wird, dann können die positiven Eigenschaften auf den behandelten Boden übertragen werden. Die derart behandelten Böden behalten über viele Jahre ihre Wirkungskraft, z.B. Nährstoffhaltevermögen und Humusbildung.

Weitere positive Effekte der neuen Terra Preta-Kultursubstrate und -Bodenhilfsstoffe sind hohe Wasserspeicherfähigkeit und gute Durchlüftung, beides Eigenschaften, die die Qualität und Produktivität von Kultursubstraten und Böden maßgeblich mitbestimmen. Die Terra Preta-Kultursubstrate und Bodenhilfsstoffe können sowohl in der professionellen gewerblichen Anwendung als auch im Hobbygartenbau eingesetzt werden und sind Anfang 2010 im Handel erhältlich.

Eine im Auftrag des rheinland-pfälzerischen Umweltministerium veröffentlichte Studie des IFaS (Institut für angewandtes Stoffstrommanagement am Umweltcampus Birkendorf) konnte umfassend klären, dass aus unterschiedlichen, regional verfügbaren Biomassen ein hochwertiges Humussubstrat hergestellt werden kann, das über alle Eigenschaften der Terra Preta im Amazonasbecken verfügt.

Zur Zeit arbeiten ein Konsortium der Firmen juwi und areal und der Miterfinder Joachim Böttcher an der Gründung der Terra Preta-Vertriebsgesellschaft. Diese widmet sich der flächendeckenden Verbreitung der neuen Terra Preta, deren Potenziale – von der Schließung von Stoffkreisläufen bishin zur Steigerung der land- und gartenbaulichen Produktivität ohne Mineraldüngung – so bald wie möglich weltweit nutzbar gemacht werden sollen.

Weitere Informationen:
www.juwi.de/bio/angebote/terra-preta.html
www.das-gold-der-erde.de/

Quelle: http://www.vdibrasil.com.br/de/atualidadesvdi/?id=228

Siehe auch: Terra Preta - Holzkohle - Die schwarze Revolution http://www.holzgibtgas.com/viewtopic.php?p=74460#74460

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BeitragVerfasst am: Mo 19 Okt, 2009 17:39    Titel: Terra Preta - Die Holzkohle - Projekte Antworten mit ZitatNach oben

Terra Preta - Die Holzkohle - Projekte

Die Grundidee

Terra Preta ist die holzkohlehaltige schwarze Erde, die vor Jahrhunderten von den Indios im Amazonasgebiet angelegt wurde und bis heute aus noch nicht völlig erforschten Gründen hervorragende Ernteergebnisse ohne Kunstdünger erreicht. Voraussetzung aller Terra Preta Experimente ist das Vorhandensein billiger und umweltfreundlich hergestellter Holzkohle. Die hier gezeigten Methoden stellen den aktuellen Stand unserer Experimente dar. wir arbeiten mit Hochdruck an Optimierungen.

Der Stand der Dinge

Die Experimente zur Brikett-Herstellung laufen auf Hochtouren. Die ersten Zwischenerbnisse sind sehr ermutigend: Die Holzkohle-Briketts aus Maiskolben, Bambus, Palmenästen, Kokos-Schalen und Maispflanzen haben einen Brennwert wie reguläre Holzkohle. Die Reishülsen dagegen haben nur einen Kohlenstoff-Anteil von ca. 42%, der Rest ist überwiegend Silizium (SiO2). Deshalb ist der Brennwert entsprechend niedriger. Bei unserer Meilermethode werden die Reisspelzen in jedem Fall gebraucht um eine gleichmäßige Abdeckung und Auffüllung der Zwischenräume zu gewährleisten.

Die Reishülsen fallen in riesigen Mengen an, es gibt z.Z. keine nennenswerte kommerzielle Verwendung dafür. Deshalb transportieren die Reismühlen das Material mit Kipplastern zu den Halden, die dann bei trockenem Wetter einfach abgebrannt werden. Das bedeutet, wir können die Reishülsen frei Haus angeliefert bekommen! Nach unseren Schätzungen dürfte es um ca. 10.000 Tonnen pro Jahr gehen, die im entsprechendem Umkreis pro Jahr anfallen. Die Reismühlen arbeiten fast immer, es gibt keine extremen saisonalen Unterschiede. Alleine aus diesen Mengen an Reishülsen könnten ca. 4.000 Tonnen Holzkohle-Briketts hergestellt oder bei 1.000 Hektar Ackerland eine Bodenverbesserung erreicht werden. Es wäre denkbar, auch Reishülsen von weiter entfernten Reismühlen zu bekommen, nur müssten wir dann vermutlich einen Teil der Transportkosten bezahlen. Damit könnte aber die Menge mindestens um 500% erhöht werden. Eine weitere Alternative wäre, unsere Technik und Know-How per Franchising oder ähnliche Kooperationsvereinbarungen and interessierte Unternehmer oder Organisationen in anderen Gegenden weiterzugeben und ggfls. ein zentrales Marketing zu organisieren.

Holzkohle

Ein zentrales Element unserer Arbeit ist die Verwendung von Holzkohle. Zum einen als Bodenzusatz in Verbindung mit Kompost, um den PH-Wert zu erhöhen, die Wasserspeicherung zu verbessern und die Bodenorganismen zu begünstigen. Diese Art der Bodenverbesserung ist unter dem Begriff Terra Preta bekannt, eine Technik der alten Amazonas-Indios. Heutzutage laufen weltweit diverse Forschungsprojekte und wir stehen mit zahlreichen Wissenschaftlern in engem Kontakt. Am Ende könnte im Erfolgsfall ein vollständiger Ersatz des Kunstdüngers stehen. Mit allen positiven Auswirkungen wie Einsparung fossiler Energien und Reduzierung des CO2-Ausstoßes sowie einer dauerhaften CO2-Bindung im Boden.

Neben Reis wird in unserer Gegend auch noch Mais, Zuckerrohr, Abaca (Manila Hanf), Mangos, Zitronen, Kokosnüsse, Bambus und Gemüse angebaut. Auch dort fallen große Mengen organische Abfallstoffe an. Z.Z. arbeiten wir noch an Schätzungen über die Mengen. Mit (ausgepuhlten) Maiskolben, Maispflanzen, Kokusschalen, Bambus sowie Tischlereiabfällen haben wir bereits experimentiert und hochwertige Holzkohle-Briketts hergestellt.

Dazu haben wir die sog. "Kiln-Method" zur Pyrolyse ausprobiert, also die Herstellung von Holzkohle in geschlossenen Metallbehältern. Die Hitze wird mit Reishülsen erzeugt.

Abwärme / Trockenanlage

weiterlesen: http://www.buddel.de/kft/holzkohle_experiment.htm

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BeitragVerfasst am: Do 22 Okt, 2009 22:04    Titel: Terra Preta - Idee fiel auf fruchtbaren Boden Antworten mit ZitatNach oben

Terra Preta - Idee fiel auf fruchtbaren Boden

Filmdokumentation zeigt, welche ökologischen Chancen durch Humusaufbau entstehen. Ein gelungener Symposiums-Abschluss in Kaindorf.

Zum Abschluss des Humus Symposiums in Kaindorf fand im Kultursaal der Filmpremiere "Humus - die vergessene Klimachance" statt. In dieser sehr aufwendigen Dokumentation werden auf professionelle wie spannende Art die Zusammenhänge zwischen Boden, Humus und Klima dargestellt.

Während eines Praktikums in Deutschland von Expertin Angelika Lübke-Hildebrandt mit dem "Humusbazillus" infiziert, weckte Ökoregion-Obmann Rainer Dunst auch bei Großfleischer Karl Schirnhofer das Interesse an der Thematik. Dieser übernahm als Förderer der Ökorogion Kaindorf auch einen Großteil der Kosten an dem 200.000 Euro teuren Film, bei dem Wolfgang Scherz Regie führte. "Der Film wurde mit großem Aufwand in Südamerika, Ägypten, Deutschland und Österreich produziert. Das hätte die Kosten für die Ökoregion bei weitem gesprengt", so Dunst.

"Terra Preta"

Im Film werden nicht nur die Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel aufgezeigt, sondern auch Beispiele, wie man der Herausforderung begegnen kann. Anhand vieler Beispiele wird sehr anschaulich dargestellt, dass es auf der ganzen Welt viele Initiativen und Projekte gibt, die bereits jetzt Humusaufbau betreiben und dadurch großartige Erfolge verbuchen können. Unter anderem wurde dargestellt, warum die alten indianischen Böden Südamerikas keine Erosion zulassen. Die so genannten "Terra Preta" gilt als der fruchtbarste Boden der Welt und sicherte seit jeher das Überleben großer Kulturen.

"Für die Ökoregion Kaindorf ist der Film sehr wichtig, um Bevölkerung und auch wichtige Stellen davon zu überzeugen, wie wichtig es ist, CO2-neutral zu werden", sagt Ökoregion-Geschäftsführer Joachim Ninaus. Mit diesem Film sollen Politiker und landwirtschaftliche Berater wachgerüttelt werden, damit in Zukunft dieser Weg konsequent gefördert wird.

Quelle

Fakten

Im Film präsentierte Zahlen und Fakten geben darüber Auskunft, welche ökologischen Chancen sich durch gezielten Humusaufbau bieten:

Dadurch können pro Hektar jährlich 10 Tonnen CO2 langfristig eingebunden werden. Auf die Ackerfläche Österreichs umgerechnet würde dies eine Einbindung von 10 Milllionen Tonnen CO2 bedeuten.

Das entspricht 50 Prozent des Ausstoßes, der durch den gesamten Verkehr in Österreich verursacht wird.
Wenn es gelingt, in den CO2-Zertifikat-Handel einzusteigen, dann könnte mit diesem Geld der Humusaufbau finanziert werden.

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Hydra
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BeitragVerfasst am: Fr 23 Okt, 2009 09:49    Titel: Das Holzkohle in der Erde nur langsam verwittert Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Methodikus,

ich habe immer meine Probleme mit Heilsmeldungen solcher Art.
Die Idee steht und fällt mit der Behauptung: "Das Holzkohle in der Erde nur langsam
verwittert".!!!
Diese Behauptung trifft für magere Böden vielleicht zu, aber wie sieht es bei uns aus?
Außerdem, würde es mein Weltbild zerstören, wenn nicht nach wenigen Jahren
Mikroorganismen diesen neuen Lebensraum für sich erschließen würden,
sobald diese Technik in großem Maßstab angewendet wird.

Langfristig hilft nur eins: "Weltweit weniger bzw. möglichst keine fossilen Brennstoffe verbrauchen."



MfG

Hydra
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BeitragVerfasst am: Fr 23 Okt, 2009 16:08    Titel: Terra Preta - Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft Antworten mit ZitatNach oben

Hydra
Hydra hat Folgendes geschrieben:

Die Idee steht und fällt mit der Behauptung: "Das Holzkohle in der Erde nur langsam
verwittert".!!!
Diese Behauptung trifft für magere Böden vielleicht zu, aber wie sieht es bei uns aus?

Dass es logischerweise bei uns noch keine Langzeitversuche gibt, ist klar. Dass Terra Preta bezw. Holzkohle nur langsam verwittert, ergibt sich doch auch aus seiner Zusammensetzung, wobei ja mit rund 90% Kohlenstoff überwiegt.

Holzkohle - Eigenschaften und Zusammensetzung

Holzkohle ist ein kompliziertes Gemisch organischer Verbindungen mit 81 bis 90 % Kohlenstoff, 3 % Wasserstoff, 6 % Sauerstoff, 1 % Stickstoff, 6 % Feuchtigkeit und 1 bis 2 % Asche. Die Holzkohle bildet ein lockeres, schwarzes Produkt mit der scheinbaren Dichte von 450 kg/m³ (porös) und der wahren Dichte von 1.400 kg/m³ (porenfrei). Wegen der vielen mikroskopisch kleinen Nischen, Vertiefungen, Kanäle usw. (Porenvolumen 70 bis 85 %, innere Oberfläche 50 bis 80 m²/Gramm) kommt ihr ein hohes Adsorptionsvermögen zu. Sie lässt sich verhältnismäßig leicht entzünden (200 bis 250 °C) und brennt ohne Flamme weiter, weil die flammenbildenden Gase bereits bei der Verkohlung entwichen sind. Pro kg Holzkohle werden bei der Verbrennung etwa 29 bis 33 MJ an Energie frei. Sie verbrennt schwefelfrei.

http://de.wikipedia.org/wiki/Holzkohle

Terra Preta ist simpel gesagt: Ein Gemisch bestehend aus Kompost, Holzkohle und Ton.

Terra Preta - Experimentelle Landwirtschaft

Erste Versuche von Geologen aus Bayreuth zusammen mit Kollegen aus Brasilien unter dem Projektnamen "Terra Preta Nova" zur neuzeitlichen Nachbildung dieses Bodens brachten bereits 2003 erfreulich gute Ergebnisse. So wachsen auf diesen Böden Bananenstauden bis zu fünf Meter im Jahr in die Höhe.[1]

Weiter entwickelte Versuche mit Kombinationen aus Kohle, Bio-Abfällen (aus Vieh- und Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Siedlungen) und einem speziellen Stickstoff produzierenden Bakterium, dem sogenannten Azospirillum, auf den Philippinen haben nach Angaben der Verantwortlichen auf den dortigen Böden sogar einen etwas besseren Ertrag erbracht, als mit herkömmlichem Kunstdünger, bei gleichzeitiger Kosteneinsparung unter Einbindung von Zulieferungen von regionalen Ressourcen. [2] Die angewandte Methodik scheint also erfolgreich zu sein. Sie stützt somit die oben als Thesen beschriebenen Ansichten zur Natur der Terra preta. Speziell die Kombination einer Terra-preta-Basis mit einem solchen Bakterium dürfte nach allen Erfahrungen der Bodenkunde zu einem langfristig klar erkennbaren Volumenzuwachs des Bodens führen. Der Zuwachs erklärt sich aus der Fähigkeit des Bakteriums, aus seiner Umgebung gasförmigen Stickstoff binden und dabei in symbiotischer Art Stoffe daraus abzuleiten, die von den Wurzeln der dort wachsenden Pflanzen teilweise aufgenommen werden. In welchem Umfang ein solcher Zusammenhang bereits früher zur Bildung der alten, teils durchaus mächtigen Terra-preta-Böden beigetragen hat, scheint derzeit noch nicht von der Wissenschaft geklärt worden zu sein; es bleibt derzeit ebenso unklar, ob die Wissenschaft hierfür eine taugliche Methode kennt, die einen solchen Nachweis möglich machen würde.

weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Terra_preta




Lies einmal nachfolgende PDF Datei: Terra Preta – Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft
Zitat:
Feldversuche: Die Vegetationsversuche überzeugen…

Zitat:
Feldversuche: Kartoffelernte 2008
• Kartoffelertrag pro Pflanze zwischen 2,9 und 3,6 kg!
• Ohne Bewässerung und Düngung!
• = theoretisch 120 to/ha! (Normalertrag 25 bis 35 to/ha)

Zitat:
Was ist Terra Preta überhaupt?
• Anthropogene Schwarzerde, entdeckt von Archäologen im Amazonasgebiet
• Alter bis zu 3000 Jahren
• Areale bis zu 350 ha, ca. 10 % Amazoniens bedeckt
• Hohe, anhaltende Fruchtbarkeit
• Hohes Wasserspeichervermögen
• Hohe Pufferkapazität
• Hohe Persistenz
• Inputmaterialien: organische Siedlungsabfälle und Holzkohle Intelligentes Stoffstrommanagement!
Phänomen: Biomasseabbau stark reduziert - stattdessen Umbau in stabile Kohlenstoffstruktur!


Terra Preta – Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft

Zitat:
Außerdem, würde es mein Weltbild zerstören, wenn nicht nach wenigen Jahren
Mikroorganismen diesen neuen Lebensraum für sich erschließen würden,
sobald diese Technik in großem Maßstab angewendet wird.

Was sogar erwünscht ist, dass die Mikroorganismen der Terra Preta bevölkern.

Noch ein Vorteil von Holzkohle.

Terra Preta – Biokohle - Klimafarming

2. Pyrolyse

Bio-Kohle wird durch Pyrolyse organischer Grundmaterialien wie Holz, Stroh, Weintrester, Grünschnitt, aber auch Trockenmist, Klärschlamm oder Küchenabfällen gewonnen. Unter Sauerstoffausschluss wird die getrocknete Biomasse auf Temperaturen von 400 bis 800 Grad erhitzt, wobei die langkettigen Kohlenstoffverbindungen der organischen Zellen zerbrochen werden. So entstehen Wärme, Pyrolysegase und bis zu 40% Bio-Kohle, deren Konsistenz der von normaler Grillkohle entspricht. Es handelt sich bei der Pyrolyse im Grunde um eine über 5000 Jahre alte Methode, nur dass in den Köhleröfen unserer Vorfahren nur Holz als Ausgangsprodukt verwendet wurde und die Pyrolysegase ungenutzt in die Atmosphäre entwichen. Dank intelligenter Schwelkammern und dem so genannten Flox-Verfahren können nunmehr die äußerst energiereichen Pyrolysegase sehr schadstoffarm verbrannt werden. Die dabei entstehende Abwärme lässt sich zu Heizzwecken nutzen oder über einen Kraft-Wärme-Koppler in Elektrizität umgewandelt werden.

Biologische Reststoffe wie Grünschnitt, Trester oder Mist werden momentan entweder kompostiert oder verrotten ungenutzt. Beim Kompostieren und Verroten vergast jedoch die Biomasse zu 90% respektive 99% als CO2 und Methan. Bei der technisch relativ einfach konstruierbaren und somit auch dezentral einsetzbaren Pyrolyse verschwelt die Biomasse zu 40% reiner Biokohle und bei der Verbrennung des restlichen Synthesegases entstehen nur relativ geringe Mengen CO2 und keinerlei Methan oder gar Lachgas. Arbeitet man die Biokohle in den Erdboden ein, entzieht man der Atmosphäre dauerhaft Kohlenstoff, der somit nicht mehr zur Klimaerwärmung beitragen kann. Da zudem die Energie des Synthesegases zur Elektrizitätsgewinnung eingesetzt werden kann und somit fossile Brennstoffe ersetzt, ist die Klimabilanz bei der Pyrolyse von biologischen Reststoffen im Vergleich zu deren bloßer Verrottung nahezu 95% klimapositiv.

weiterlesen: http://www.ithaka-journal.net/terra-preta-klimafarming

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BeitragVerfasst am: Fr 23 Okt, 2009 18:09    Titel: Terra Preta - Das Geheimnis der schwarzen Erde Antworten mit ZitatNach oben

Terra Preta - Das Geheimnis der schwarzen Erde

Bevor die Spanier Amazonien eroberten, düngten die Einwohner die Felder mit Kohle - ein Rezept für heutige Bauern

....Die Kohle bindet Nährstoffe

Der Clou der Terra Preta ist die fein verteilte Kohle. Bis zu 150 Gramm Kohlenstoff je Kilogramm Erde sind in den schwarzen Bodenschichten zu finden. Das ist mehr als fünf Mal so viel wie in den umliegenden Böden. "Der Kohlenstoff erhöht die organische Masse und somit die Fruchtbarkeit des Bodens. An der porösen Bio-Kohle bleiben Nährstoffe gebunden, sodass sie vom Tropenregen in viel geringerem Maße ausgewaschen werden", erklärt Lehmann. Pflanzen können die Mineralien freilich von der Kohle lösen und aufnehmen.

Bio-Kohle hat gegenüber anderem organischen Material einen großen Vorteil: Abgestorbene Pflanzenreste werden im feucht-heißen Tropenklima normalerweise innerhalb weniger Monate zersetzt. Ihr Kohlenstoffanteil entweicht dann in Form von Kohlendioxid oder Methan in die Atmosphäre. Verkohlte Biomasse hingegen bietet den Bodenorganismen, die organische Substanzen abbauen, keine Nahrungsgrundlage mehr. Darum bleibt die Kohle im Boden jahrhundertelang erhalten.

Diese Eigenschaft könnte der Terra Preta künftig sogar eine Rolle im globalen Klimaschutz bescheren. Pflanzen brauchen fürs Wachsen Kohlendioxid, das sie der Luft entnehmen. Verkohlt man die Biomasse und arbeitet die Bio-Kohle in den Erdboden ein, entzieht man der Atmosphäre dauerhaft Kohlenstoff. Er kann dann nicht mehr zur Klimaerwärmung beitragen.

weiterlesen: Terra Preta - Das Geheimnis der schwarzen Erde

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BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2009 14:36    Titel: Terra Preta künstlich herstellen Antworten mit ZitatNach oben

Terra Preta künstlich herstellen

European Patent Application EP1739067

Verfahren zur Herstellung eines Bodenhilfsstoffs umfassend die folgenden Schritte

a) Bereitstellen von Holzkohle mit einer mittleren Korngröße ≤ 25 mm,
b) Inkontaktbringen der Holzkohle mit Wasser und Pflanzennährstoffen, um ein Wachstumsmedium zu erhalten,
c) Inkontaktbringen des Wachstumsmediums mit Bodenmikroorganismen, um ein Kulturmedium zu erhalten,
d) Inkubation des Kulturmediums bei Temperaturen zwischen 25 bis 37°C für mindestens drei Tage.

Claims:

1. Verfahren zur Herstellung eines Bodenhilfsstoffs umfassend die folgenden Schritte a) Bereitstellen von Holzkohle mit einer mittleren Korngröße ≤ 25 mm, b) Inkontaktbringen der Holzkohle mit Wasser und Pflanzennährstoffen, um ein Wachstumsmedium zu erhalten, c) Inkontaktbringen des Wachstumsmediums mit Bodenmikroorganismen, um ein Kulturmedium zu erhalten, d) Inkubation des Kulturmediums bei Temperaturen zwischen 25 bis 37°C für mindestens drei Tage.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzkohle eine mittlere Korngröße zwischen 2 und 10 mm aufweist.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflanzennährstoffe organischer oder anorganischer Herkunft sind.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass pro kg Holzkohle 1 bis 3 kg Wasser und 0,05 bis 0,2 kg Pflanzennährstoffe zugesetzt werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenmikroorganismen in Form von Bodenproben oder in Form von Mikroorganismen-Nährlösungen zugefügt werden.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikroorganismen ausgewählt aus anaeroben und aeroben Bakterien, Stickstoffbindern, Photosynthesebakterien, Myzeten und Mischungen davon ausgewählt werden.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Inkubation für einen Zeitraum von fünf bis zehn Tagen erfolgt.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenhilfsstoff mit Erde oder einem anderen Pflanzensubstrat vermischt wird.

9. Bodenhilfsstoff enthaltend Holzkohle, Wasser, Pflanzennährstoffe und Bodenmikroorganismen.

10. Bodenhilfsstoff nach Anspruch 9 erhältlich durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1.

11. Bodenprodukt enthaltend einen Bodenhilfsstoff nach einem der Ansprüche 9 oder 10 sowie Erde oder ein anderes Pflanzensubstrat in einem Gewichtsverhältnis von 1:99 bis 20:80 Gew.-%.


Description:
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Bodenhilfsstoffs, den dadurch erhältlichen Bodenhilfsstoff und ein Bodenprodukt, dass den Bodenhilfsstoff enthält.

Terra preta bezeichnet eine äußerst fruchtbare anthropogene Bodenart Amazoniens. Terra preta findet sich dort, wo Indiokulturen schon vor mehr als 2000 Jahren begannen, standorttreue Landwirtschaft zu betreiben. Es handelt sich um eine dunkle Bodenart, die sich durch hohe Verfügbarkeit von verschiedenen Wachstumsstoffen auszeichnet. Gefunden wurde in ihr Holzkohlestücke unterschiedlichster Größe, Ton, Schluff, Sand, Keramikreste, Kalk (Muscheln) sowie verwitterte organische Abfälle, wie zum Beispiel Knochen, Pflanzenreste, Fäkalien. Diese durch den Menschen entstandene Bodenart speichert Wasser und bewahrt Nährstoffe vor Auswaschung und Oxidierung, so dass sie wesentlich fruchtbarer ist, als die ursprünglich dort vorhandenen, stark oxidierten Böden des tropischen Regenwaldes.

Terra preta benötigt fast keine Düngemittel und liefert dauerhaft höhere Erträge als die im Rahmen der Brandrodung nur wenige Jahre hintereinander bewirtschafteten Böden.

Es ist schon versucht worden, Terra preta künstlich herzustellen, insbesondere wurde versucht, die genaue stoffliche Zusammensetzung zu ermitteln und nachzubauen. Dabei wurde die Rolle der Holzkohle als Wasserspeicher und Speicher der Nährstoffe erkannt. Die Fruchtbarkeit der Terra preta konnte dadurch aber nicht reproduziert werden.

Es besteht daher immer noch Bedarf nach einem Bodenhilfsstoff, der genutzt werden kann, um die Eigenschaften der Terra preta nachzuahmen.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass ein solcher Bodenhilfsstoff erhalten werden kann, durch ein Verfahren, umfassend die folgenden Schritte:

a) Bereitstellen von Holzkohle mit einer mittleren Korngröße ≤ 25 mm,
b) Inkontaktbringen der Holzkohle mit Wasser und Pflanzennährstoffen, um ein Wachstumsmedium zu erhalten,
c) Inkontaktbringen des Wachstumsmediums mit Bodenmikroorganismen, um ein Kulturmedium zu erhalten,
d) Inkubation des Kulturmediums bei Temperaturen zwischen 25 bis 35°C für mindestens drei Tage.

Holzkohle besitzt die dem Ausgangstoff Holz eigenen Kapillare in unterschiedlichen Durchmessern. Hierdurch ergibt sich eine vielgestaltige, große Oberfläche. So hat 1 Gramm Holzkohle eine Oberfläche von bis zu 5.000 m 2 . Die unterschiedlichen Durchmesser der Kapillaren sorgen auf engem Raum für unterschiedliche Lebensbedingungen. Die Kapillarkräfte verhindern eine Ausdunstung des in der Holzkohle gespeicherten Wassers. Belüftete und unter Luftabschluss stehende Bereiche liegen hierbei dicht beieinander.

Im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen, in der Holzkohle nur als Wasser- und Nährstoffspeicher angesehen wurde, wird erfindungsgemäß eine biologische Aktivierung mit Bodenmikroorganismen erreicht. Die Holzkohle dient somit nicht nur als physikalisches Speichermedium für Wasser und Nährstoffe, sondern zugleich als Träger und Lebensraum für Mirkoorganismen. Es wird vermutet, dass dies eine optimale Erschließung der Nährstoffe und Mineralien für die Pflanzenwurzeln ermöglicht.

Als "Mikrobiotop" bietet Holzkohle sowohl aerobe als auch anaerobe Bereiche. Die Mikroorganismen überleben in der Holzkohle auch dann noch, wenn das umgebende Substrat durch Austrocknung oder Auswaschung als Lebensraum unbrauchbar wird.

Erfindungsgemäß kann Holzkohle verschiedenster Holzarten eingesetzt werden und zwar sowohl sortenreine Holzkohle als auch Holzkohle, die aus mehreren Holzarten gemischt wird. Geeignete Holzkohle ist beispielsweise Buchenholzkohle.

Die Holzkohle wird typischerweise zerkleinert eingesetzt, wobei die bevorzugte Korngröße im Bereich von 2-10 mm liegt. Sie wird anschließend mit Wasser und Pflanzennährstoffen in Kontakt gebracht. Pflanzennährstoffe können organische oder anorganischer Herkunft sein. Typische Pflanzennährstoffe sind insbesondere Nitrat, Phosphat und Kalium.

Die einzusetzenden Mengen an Wasser und Pflanzennährstoffen hängen ab von der Art der Holzkohle. Für 1 Kilogramm Holzkohle haben sich Mengen von 1-3 kg Wasser und 0,05-0,02 kg Pflanzennährstoffe (Trockengewicht) als geeignet erwiesen. Die Holzkohle wird mit Wasser und den Pflanzennährstoffen vermischt und anschließend mit Bodenmikroorganismen in Kontakt gebracht. Die Bodenmikroorganismen werden beispielsweise in Form von Bodenproben eingebracht. Alternativ hierzu können auch Mikroorganismennährlösungen verwendet werden, in denen eine spezifische Zusammensetzung der Mikroorganismen erreicht wird. Als vorteilhaft wird angesehen, wenn es sich um eine Mischung einer Vielzahl von Bakterien handelt, unter anderem anaerobe und aerobe Bakterien, Stickstofffixierer, Photosynthesebakterien, aber auch Myzeten.

Ein besonders geeignete Mischung ist beispielsweise unter dem Namen "effektive Mikroorganismen" erhältlich unter anderem von den Firmen Mikro Veda Handelsgesellschaft mbH in Xanten oder EMIKO Handelsgesellschaft mbH in Dützhof. Effektive Mikroorganismen sind Mischungen von über 80 Arten von Mikroorganismen, die symbiotisch zusammen leben. Hefen, Milchsäurebakterien und Photosynthesebakterien bilden dabei die größte Gruppe. Die verschiedenen Gruppen leben teils von den Stoffwechselprodukten der anderen.

Nach Kombination von Holzkohle, Wasser, Nährstoffen und Mikroorganismen erfolgt eine Inkubation des Kulturmediums bei geeigneten Wachstumstemperaturen, typischerweise zwischen 25-35 °C. Eine geeignete Zeitdauer hängt ab von der Art der eingesetzten Mikroorganismen. Sie liegt typischerweise bei einem Zeitraum von 5-10 Tagen.

Hierdurch wird die Holzkohle besiedelt (beimpft). In typischen, humusarmen Böden sind solche Mikroorganismen wetterbedingten Milieuwechseln ausgesetzt, denen sie nicht standhalten können. Dauerhafte Bodenimpfungen mit Mikroorganismen scheiterten daher nach kurzer Zeit, weil durch Austrocknung oder Ausschwemmung Mikroorganismen verloren gehen und eine Rückbesiedlung nur sehr zögerlich und nicht vollständig eintritt. Durch die Bereitstellung des "Mikrobiotops" in der Holzkohle ist eine Rückbesiedlung des Bodens wesentlich vereinfacht. Nur diese kontinuierliche Besiedlung führt zusammen mit Durchlüftung, Wasserhaltekapazität und Nährstoffspeicherfähigkeit zu einem äußerst fruchtbaren Bodenhilfs- und -nährstoff.

Grundsätzlich kann der Bodenhilfsstoff so direkt in Böden eingearbeitet werden. Er kann auch direkt in reiner Form in Pflanztöpfen als Ersatz für Hydrokultursubstrate eingesetzt werden. Er kann aber auch mit Erde oder einem anderen Pflanzsubstrat zunächst vermischt werden und dann aufgebracht oder verpackt und zur späteren Verwendung gelagert werden. Auch der Bodenhilfsstoff kann verpackt und zur späteren Verwendung gelagert werden.

Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Bodenhilfsstoff, der durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlich ist.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Bodenhilfsstoff enthaltend Holzkohle, Wasser, Pflanzennährstoffe und Bodenmikroorganismen.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Bodenprodukt enthaltend den Bodenhilfsstoff und Erde oder ein anderes Pflanzensubstrat in einem Gewichtsverhältnis von 1:99 bis 20:80 Gew.-%.

weiterlesen: http://www.freepatentsonline.com/EP1739067.html

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BeitragVerfasst am: Mo 02 Nov, 2009 16:16    Titel: Terra Preta - Vergrab deine Kohle an der Biegung des Flusses Antworten mit ZitatNach oben

Terra Preta - Vergrab deine Kohle an der Biegung des Flusses

Terra Preta, die Schwarzerde aus dem Amazonasbecken, soll landwirtschaftliche Erträge steigern und als «Bioholzkohle» das Klima schützen. Doch eierlegende Wollmilchsäue gibt es nicht.

Es ist eine alte Kulturtechnik, die fast in Vergessenheit geraten war. Nur im indischen Bundesstaat Orissa wird sie heute noch praktiziert. Einst aber ermöglichte sie im Amazonasbecken Südamerikas eine blühende Zivilisation: Terra Preta, schwarze Erde, die den Böden ungewöhnliche Fruchtbarkeit verschafft. In den letzten Monaten hat sie eine Medienkarriere als das neuste Allheilmittel gestartet: WissenschaftlerInnen wie der neuseeländische Energiefachmann Peter Read rühren die Werbetrommel für einen Ansatz, der zugleich das Klimaproblem zu lösen und die Welternährung zu sichern verspricht.

Rätselhafte Fruchtbarkeit

Für gewöhnlich sind in den Tropen, auch in den Regenwäldern, die Böden sehr karg. Die meisten Nährstoffe, wichtige Spurenelemente und auch der Kohlenstoff, einer der Grundbausteine des Lebens, sind in Pflanzen und Tieren gebunden. Was abstirbt, wird binnen Tagen und Wochen von Pilzen, Würmern und Bakterien umgewandelt. Anders als in den gemässigten Zonen bildet sich so gut wie keine Humusschicht, die Kohlenstoff und andere Mineralien über längere Zeit abspeichert.

Entsprechend ermüdet der Boden schnell, wenn der Wald gerodet und durch Äcker oder Weiden ersetzt wird. Mit Kunstdünger kann der Prozess bes­tenfalls ein wenig hinausgezögert werden. Daher nahm man lange Zeit an, dass sich in den tropischen Regenwäldern keine städtischen Zivilisationen haben herausbilden können, weil der Boden dort nicht genug Menschen ernährt. Grössere Siedlungen hätten mit den beschränkten Transportmöglichkeiten präkolumbianischer Zeiten Schwierigkeiten gehabt, genug Nahrungsmittel heranzuschaffen.

Tatsächlich aber haben Archäolog­Innen bereits vor geraumer Zeit Hinweise auf grosse Ansiedlungen am Amazonas und seinen Nebenflüssen gefunden. Einige Wissenschaftler wie Bill Petersen von der University of Vermont in den USA meinen gar, dass dort das sagenhafte El Dorado zu suchen sei, jene mythische Goldstadt, von der der spanische Konquistador Francisco de Orellana nach seiner Reise entlang des Rio Negro im Amazonasgebiet berichtete und die so viele Abenteurer vergeblich suchten.

Klar ist, was diese alte, versunkene Zivilisation im Amazonasbecken ermöglichte: eben die besagte, sehr fruchtbare Schwarzerde oder Terra Preta, wie sie auf Portugiesisch genannt wird - Boden, der mit Holzkohle, Exkrementen, Fischgräten, Tonscherben und anderen Abfällen angereichert ist, oft bis in Tiefen von einem Meter und mehr. Flecken mit solcher Schwarzerde hat man in zahlreichen Ecken der grossen Urwaldregion gefunden.
Unklar ist, ob Terra Preta eher zufälliges Ergebnis einstiger Abfallbeseitigung oder eine bewusst angewandte Technik war. Aktuelle Beobachtungen in Indien lassen eher darauf schliessen, dass auch in Südamerika die BäuerInnen den Boden sehr gezielt verbesserten. Erstaunlich ist auf jeden Fall, dass der Boden seine besondere Fruchtbarkeit bewahrt hat - auch viele Jahrhunderte nach dem Untergang der Städte, die er einst ernährte, und nachdem der Urwald sich die Gärten und Äcker längst zurückgeholt hatte.

In Brasilien wie auch anderswo wird mittlerweile im Rahmen von Forschungsprojekten versucht, den Eigenschaften der schwarzen Erde auf die Spur zu kommen und sie zu reproduzieren, um die vergessenen Erfahrungen für die heutige Landwirtschaft nutzbar zu machen. Das Zentrum der brasilianischen Forschung ist in der Amazonasmetropole Manaus beheimatet, die einst durch den Handel mit Kautschuk zu grossem Reichtum und internationalem Ruhm gelangt ist.

Neue Treibhaussenke?

Die schwarze Erde birgt aber noch einen anderen interessanten Aspekt - und der hat in der letzten Zeit die Aufmerksamkeit mancher Klimaschützer­Innen auf sich gezogen: Die Holzkohle, ein zentraler Bestandteil der Wundermischung, bleibt sehr lange erhalten. Bakterien, Würmer und chemische Prozesse können ihr kaum etwas anhaben. Sie speichert also den Kohlenstoff, der in Form von Kohlendioxid Hauptverursacher des menschgemachten Treibhauseffektes ist, langfristig im Boden - mindestens für etliche Jahrhunderte, vermutlich sogar weit über tausend Jahre.

weiterlesen: Terra Preta - Vergrab deine Kohle an der Biegung des Flusses

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BeitragVerfasst am: Sa 16 Jan, 2010 22:25    Titel: Chance für Bio-Holzkohle gegen globale Erwärmung Antworten mit ZitatNach oben

Chance für Bio-Holzkohle gegen globale Erwärmung

Amazonas-Indianer liefern Idee für umweltfreundlichen Dünger

New York/Edinburgh (pte) - Bio-Holzkohle könnte nach Ansicht eines US-Forscherteams eine geeignete Form sein, die globale Erwärmung zu stoppen. Neu ist die Idee der alternativen Kohle, die aus Holz, Gras und anderen organischen Substanzen besteht, nicht. Schon Indianer in Amazonien haben diese Holzkohle als Düngemittel verwendet.

Nun haben Wissenschaftler der Cornell University eine umfassende Lebenszyklus-Analyse gemacht und im Fachmagazin "Environmental Science & Technology" publiziert. Eine Massenproduktion der "Biochar" könnte Kohlenstoff, der sonst als CO2 in die Atmosphäre gelangen würde, binden. Die Holzkohle bewirkt unter anderem eine bessere Wasserspeicherung und eine Neutralisierung saurer Böden, wodurch die Auswaschung von Nährstoffen vermindert wird.

Auch in Europa ein Forschungsthema

Seit einigen Jahren befassen sich auch Forscher der School of Geosciences der Universität von Edinburgh http://www.geos.ed.ac.uk mit der Bio-Holzkohle als CO2-Speicher. "Das gesamte Thema ist sehr eingängig, weil es als Konzept sehr einfach klingt", meint der Professor für Bodenkunde Saran Sohi im pressetext-Interview. "Im Detail ist das Thema um Biochar allerdings sehr komplex", so Sohi, der ein Jahr lang mit den Cornell-Forschern gearbeitet hat.

"Eine Grundvoraussetzung ist das homogene Material für die Herstellung der Holzkohle", betont Sohi. "Geeignet sind prinzipiell alle organischen Abfälle von Haushalten bis zu jenen aus der Landwirtschaft." Hier gäbe es eine große Zahl von Möglichkeiten. Wesentlich bei der Herstellung der Bio-Holzkohle sei ein moderner Prozess, um keine Abgase zu verursachen, die an die Atmosphäre abgegeben werden. Bei der Herstellung der Kohle entstehen Gase, die gesammelt werden und damit Energie liefern.

Cornell-Team untersucht Lebenszyklus der Biochar

Ein Teil der Forschungsarbeit der Cornell-Forscher um Kelli Roberts http://www.cornell.edu war eine Lebenszyklus-Analyse der Biochar-Herstellung. Damit soll auch das tatsächliche Potenzial der Holzkohle zur Verminderung der Treibhausgasemission errechnet werden. "Im Prinzip geht es darum, Pflanzen als Kohlenstoffspeicher zu nutzen", meint Sohi.

Das Ergebnis der US-Forscher war überraschend. Einige der Herstellungsmethoden haben wirklich das Potenzial zum Kohlenstoffspeicher, liefern zudem Energie und einen hervorragenden Dünger. Bis jetzt gibt es Versuche der Bio-Holzkohle-Produktion nur im kleinen Rahmen. "Das Potenzial ist wirklich sehr groß", meint Sohi. Es müsse allerdings an die verschiedenen Klimate und Strukturen angepasst werden. Und das sei eine große Herausforderung.

Weitere Informationen: http://www.geos.ed.ac.uk/sccs/biochar/

Quelle

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BeitragVerfasst am: Mo 08 Feb, 2010 11:50    Titel: Biokohle als Super-Dünger - Fruchtbarer Boden, gute Ernten Antworten mit ZitatNach oben

Biokohle als Super-Dünger - Fruchtbarer Boden, gute Ernten

Biokohle kann ausgelaugte Böden langfristig wieder fruchtbar machen. Die aus erhitzter Biomasse gewonnene Kohle sei als Dünger wesentlich effektiver als Kompost oder Tierdung, teilte die American Chemical Society mit. Die Kohle könne Ernteerträge künftig steigern und das Problem der Unterernährung in vielen Ländern der Welt lindern. Wissenschaftler um Mingxin Guo von der Delaware State University in Dover stellten auf einer Tagung der Chemikergesellschaft in New Orleans eine neue Studie darüber vor.

In einem Versuch hatten die US-Forscher Winterweizen in Töpfen mit zwei verschiedenen Arten von Erde angepflanzt. In einigen Töpfen befand sich gewöhnliche Erde, in anderen eine zu zwei Prozent mit Biokohle angereicherte Erde. Dabei zeigte sich, dass die Pflanzen in der mit Biokohle versehenen Erde "erheblich" besser keimten und schneller wuchsen. Sogar Erde mit einem Prozent Biokohle könne zur Verbesserung beitragen.

Langlebiger als Kompost

Hergestellt wurde die Biokohle aus Baumblättern, Maisstängeln und Holzchips. Die organische Masse war in einem versiegelten Metallbehälter gesammelt und erhitzt worden und schließlich zu Kohle verbrannt. Aufgrund ihrer porösen Struktur könne Biokohle große Mengen an Nährstoffen und Wasser speichern, berichtet die US-Chemikervereinigung.

Die Kohle sei außerdem langlebiger als schnell verrottender Kompost und im Gegensatz zu chemischem Dünger nicht giftig. "Die Ergebnisse zeigen, dass der Zusatz von Biokohle ein revolutionärer Ansatz zur langfristigen Verbesserung der Bodenqualität ist", sagte Guo. Zudem könne mit Biokohle angereicherte Erde mehr Treibhausgase binden und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Guo verwies darauf, dass seine Arbeit erst eine Pilotstudie sei und weitere Untersuchungen folgen sollte

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BeitragVerfasst am: Do 25 Feb, 2010 12:29    Titel: Für eine Handvoll Kohlenstoff Antworten mit ZitatNach oben

Für eine Handvoll Kohlenstoff

Mit der Herstellung von Biokohle wollen Forscher das Klima retten, den Energiemangel verringern und Hungersnöte bekämpfen. Ingenieure tüfteln bereits an einem wirtschaftlichen Produktionsverfahren.

Die Republik Malediven, so will es ihr Präsident, soll bis zum Jahr 2020 vollkommen CO2-neutral sein. Und der Inselstaat im Indischen Ozean hat gute Gründe, beim Klimaschutz den Vorreiter zu geben. Der größte Teil seiner Landfläche liegt nicht mehr als einen Meter über dem Meeresspiegel. Wenn der steigt, geht das Land unter.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, will die Regierung das Kohlendioxid, das ihr Land ausstößt, einfangen – und zwar mit Kokosnüssen. Das ist kein Witz.

Was wie ein Schildbürgerstreich klingt, markiert nichts Geringeres als die Geburt einer neuen Industrie. Überall auf der Welt treten plötzlich Firmen mit dem Versprechen an, Biomasse wie das stinkende Zeug aus der braunen Tonne, Rasenschnitt, Biertreber, Hühnermist, Kokosschalen oder auch ganze Wälder in sogenannte Biokohle zu verwandeln und damit den Kohlenstoff dauerhaft zu binden.

Überlässt man das tote Pflanzenmaterial sich selbst, machen sich im Nu Mikroorganismen darüber her, zersetzen es und verwandeln es schließlich in Kohlendioxid. Es befeuert den Klimawandel genauso wie Autos, Schiffe, Flugzeuge oder all die anderen Transportmittel, die fossile Energie in Vortrieb verwandeln. Bei der Verkohlung wird weitaus weniger Kohlendioxid freigesetzt als beim Verbrennen oder beim Verrotten der Abfälle. 50 Prozent des Kohlenstoffs aus dem Ausgangsmaterial – je nach Methode sogar noch mehr – bleiben in der Kohle gebunden.

Die Befürworter sehen bereits "die schwarze Revolution" heraufziehen. Es sei an der Zeit, "die mächtigste Atmosphärenreinigungsmaschine, die wir besitzen", zu starten, sagt der australische Umweltschützer Tim Flannery. Als Professor für Umweltwissenschaften lehrt er an der Macquarie University in Sydney und ist Vorsitzen-der des Copenhagen Climate Council, das für wirksame und endlich verbindliche Regelungen zum Klimaschutz wirbt. Bodenökologe Johannes Lehmann, der an der Cornell University im US-Bundesstaat New York forscht und als einer der führenden Köpfe der Biokohle-Bewegung gilt, beschreibt die Theorie dahinter so: "Es geht darum, Kohlenstoff aus dem globalen Kreislauf herauszunehmen und so wegzupacken, dass er nicht mehr in die Atmosphäre gelangen und das Klima aufheizen kann." Wenn man ein Drittel der globalen Ernterückstände in Biokohle verwandeln würde, käme das einer Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 10 bis 20 Prozent gleich, hat Lehmann ausgerechnet. Als "letzte Chance der Menschheit" hat gar der britische Geophysiologe James Lovelock diesen Ansatz bezeichnet.


weiterlesen: http://www.heise.de/tr/artikel/Fuer-eine-Handvoll-Kohlenstoff-919943.html

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BeitragVerfasst am: Sa 06 März, 2010 18:10    Titel: Re: Das Holzkohle in der Erde nur langsam verwittert Antworten mit ZitatNach oben

Hydra hat Folgendes geschrieben:

Die Idee steht und fällt mit der Behauptung: "Das Holzkohle in der Erde nur langsam
verwittert".!!!
Diese Behauptung trifft für magere Böden vielleicht zu, aber wie sieht es bei uns aus?
Außerdem, würde es mein Weltbild zerstören, wenn nicht nach wenigen Jahren
Mikroorganismen diesen neuen Lebensraum für sich erschließen würden,
sobald diese Technik in großem Maßstab angewendet wird.


Als alter Waldläufer nehme ich für längerfristige Bauten Holzstämme, die ich im unteren Bereich für ein paar Stunden wie einen Grillbraten im Feuer röste, bis sie schön schwarz sind...

Ohne Quatsch:
Wenn ich einen Holzpfeiler in die Erde setze, wird er innerhalb weniger Jahre durchgefault sein. Anstelle eines Teeranstriches kann ich diesen Bereich auch gezielt verkoken und der Pfeiler hält etliche Jährchen länger...

Versuch mach kluch...
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BeitragVerfasst am: So 02 Mai, 2010 10:54    Titel: Holzkohle selbst gemacht Antworten mit ZitatNach oben

Holzkohle selbst gemacht

Unser Ziel: Das Konzept der Terra preta einem möglichst großen Kreis von Interessierten zugänglich machen.

In diesem Film zeigen wir die Herstellung von Holzkohle nach der Fass-in-Fass-Methode:

Biochar Herstellung - Terra Preta - Charcoal


Eine spätere Version wird mit Ton hinterlegt, bzw. mit Untertiteln versehen werden, die dann natürlich auch hier verlinkt werden wird.

weiterlesen: TERRA PRETA NOVA http://terra-preta-nova.blogspot.com/

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BeitragVerfasst am: Mo 03 Mai, 2010 07:18    Titel: Terra Preta finde ich durchaus gut Antworten mit ZitatNach oben

Äääh,

Terra Preta finde ich durchaus gut, aber die Herstellung nach mittelalterlichen Methoden kann es ja nicht wirklich sein!

Diese Faßmethode ist weder sonderlich effektiv (Kohleertrag) noch sonderlich effizient (Gesamtwirkungsgrad).
Wenn Koksherstellung, dann bitte mit einem System, welches die Gase effektiv nutzt und gereinigt abgibt!

Das dies natürlich teurer als ein simples Faß ist, sollte jedem eigentlich klar sein...
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BeitragVerfasst am: Sa 04 Sep, 2010 16:06    Titel: Biokohle - Den Kohlenstoff im Acker speichern Antworten mit ZitatNach oben

Biokohle - Den Kohlenstoff im Acker speichern

Verkohlte Bioabfälle als Kohlenstoffspeicher und Mittel zur Bodenverbesserung

Um der Atmosphäre Treibhausgase zu entziehen, sollen Pflanzen verschwelt und soll ihre Kohle in Böden eingearbeitet werden. Das könnte auch die Bodenfruchtbarkeit steigern.

In Australien stellt man sie aus Eukalyptusholz her, auf den Philippinen aus Reisspelzen, in der Schweiz neuerdings sogar aus Traubentrester. Auch aus Erdnussschalen oder Hühnermist wird sie gewonnen. Die Rede ist von einer aus organischen Abfällen produzierten Kohle, die Fachleute Biokohle nennen. In Böden eingearbeitet soll sie karges Land fruchtbar machen und den Welthunger stillen helfen. Schon vor über 2000 Jahren haben die Ureinwohner des Amazonas-Gebiets Holzkohle unter ihre Böden gemengt und so eine fruchtbare Schwarzerde geschaffen, die Terra preta.

Grossversuche laufen bereits

Auch Klimaforscher interessieren sich für die Idee, denn Biokohle speichert pflanzlichen Kohlenstoff im Boden, der sonst beim Verrotten oder Verbrennen der Biomasse als Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt. In den Verkohlungsanlagen entstehen zudem Gase und überschüssige Wärme, die sich in Biosprit oder Strom umwandeln lassen. Das Biokohle-Verfahren sei eine der wenigen Möglichkeiten, mit denen sich Energie gewinnen und gleichzeitig der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre senken lasse, schwärmt der amerikanische Bodenchemiker James Amonette. Die anthropogene Emission von Treibhausgasen liesse sich mit der Biokohle-Strategie jährlich um bis zu zwölf Prozent verringern, haben Amonette und seine Mitarbeiter kürzlich in der Fachzeitschrift «Nature Communications» vorgerechnet.

weiterlesen: Biokohle - Den Kohlenstoff im Acker speichern

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